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Sommerhitze – Tipps für die körperliche Gesundheit

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Sommer, Frau mit Ventilator
An heißen Tagen, wird einem schnell alles zu viel. So halten Sie die Hitze in Schach.
Quelle: Barillo Images/shutterstock.com

Wenn es draußen richtig heiß ist, der Asphalt glüht und die Wohnung einem Backofen gleicht, dann ist der Sommer da und die Belastung für den Körper steigt. Hitze stresst nicht nur Tiere, sondern auch den menschlichen Körper mehr als gedacht. Solveig Haw ist Ärztin und Gesundheitsexpertin der Deutschen Krankenversicherung (DKV), sie erklärt die typischen Risiken und wie Sie trotzdem einen kühlen Kopf bewahren. Zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen durch Hitze zählen Dehydration, Sonnenstich und Hitzeschlag. Damit sich der Körper abkühlen kann, weitet der Körper die Blutgefäße und produziert Schweiß. Dadurch wird dem Körper aber auch Flüssigkeit und lebenswichtige Salze, die sogenannten Elektrolyte, entzogen. Trinkt man dabei nicht genug, droht die Dehydration, die sich durch chwäche, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen oder Benommenheit erkennbar macht. Durch die direkte Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken droht ein Sonnenstich, er reizt die Hirnhäute. Dabei kommt es zu einem roten und heißen Kopf, Nackensteifigkeit sowie Übelkeit, manchmal auch Fieber. Ein richtiger Notfall ist der Hitzeschlag. „Hier versagt die körpereigene Kühlung völlig, die Körpertemperatur steigt auf über 40 °C“, weiß Solveig Haw. „Betroffene sollten sofort ärztliche Hilfe erhalten.“ Mögliche Auslöser sind lange Aufenthalte in der Sonne, in aufgeheizten Autos oder Wohnungen oder große körperliche Anstrengung in der Mittagshitze.

Tipps für den Sommer

Einfache Maßnahmen können helfen die Risiken zu minimieren:

  • Viel trinken: Solveig Haw empfiehlt mindestens 2 bis 3 l am Tag, am besten Wasser – gerne auch angereichert mit Zitrone und Minze –, ungesüßte Kräutertees, oder verdünnte Säfte.
  • wenig Alkohol und stark gezuckerte Getränke
  • Sport, Gartenarbeit oder größere Einkäufe entweder in der Früh oder am Abend erledigen
  • weite, helle und luftige Kleidung aus Naturfasern wie Leinen oder Baumwolle tragen
  • Kopfbedeckung nicht vergessen
  • die Mittagshitze im Haus verbringen
  • die Wohnung nur in den Morgen- und Abendstunden lüften
  • Fenster geschlossen halten mit Rollos, Jalousien, Vorhängen oder Markisen tagsüber verschatten
  • Ventilatoren nutzen, die über eine Schale mit Eis oder ein mit Wasser befeuchtetes Tuch blasen
  • im Auto Klimaanlage auf etwa 22 °C stellen
  • keine Personen oder Tiere im Auto lassen
  • in Städten Hitzepausen in klimatisierten öffentlichen Gebäude wie Bibliotheken oder Einkaufszentren
  • zu Fuß oder mit dem Rad schattige Straßen oder Routen durch Parks wählen

Wer ist besonders gefährdet?

 

Frau genießt Sonne
Nicht alle Menschen vertragen Hitze gleich gut. Achten Sie an heißen Tagen nicht nur auf sich, sondern auch auf Ihre Mitmenschen.
Quelle: zhukovvvlad/shutterstock.com

Bei Hitze, sollten sie auch auf mögliche alleinlebende Nachbarn, Freunde oder ältere Angehörige haben und diese, wenn notwendig unterstützen. Ältere Menschen haben häufiger Probleme und dehydrieren leichter. Kinder und Kleinkinder sollen niemals der prallen Sonne ausgesetzt werden, den Kinderwagen in den Schatten stellen und mit einem leichten Tuch oder Schirm beschatten. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten bei starker Hitze drinnen bleiben oder sich nur im Schatten aufhalten. „Auch ist es so, dass manche Medikamente wie Blutdrucksenker oder Entwässerungstabletten bei Hitze intensiver wirken oder den Flüssigkeitshaushalt beeinflussen“, sagt die DKV Expertin. Sie rät: „Wer sich unsicher ist, sollte mit einem Arzt oder Apotheker sprechen.“ Chronisch Kranke wie Diabetiker stecken die Belastung ebenfalls schlechter weg. Sie haben häufiger Kreislaufprobleme, der Blutzucker schwankt stärker und das Risiko für Herzprobleme ist höher als bei Stoffwechselgesunden. Wenn Sie körperliche Warnsignale bemerken dann sofort aus der Sonne in den Schatten, trinken und den Körper kühlen, z. B. mit feuchten Tüchern. Im Falle eines Hitzschlags ist sofort ein Notruf tätigen!

 

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