BioAcker und GrünlandSonnenblume als Alternative

Sonnenblume als Alternative

Seit zwei Jahren baut Julian Pfaffenwimmer Sonnenblumen an. Sie ist in Trockenjahren eine gute Alternative zu Mais.
Quelle: Brunner

Eines vorweg: Am besten gedeihen Sonnenblumen in warmen Regionen mit mittelschweren, gut durchlüfteten Böden. Ähnlich wie bei der Sojabohne wurden die Anbaugebiete der Sonnenblume in den vergangenen Jahren auch auf Regionen ausgeweitet, die ursprünglich weniger gut geeignet waren – eine Folge des Klimawandels und des Anstiegs der Durchschnittstemperaturen. Somit bietet sich die Sonnenblume als Alternative zu anderen Frühjahrskulturen an. Auf sehr leichten und extrem schweren Böden sollte man aber dennoch die Finger davon lassen. Die Sonnenblume hat einen hohen Wasserbedarf von der Knospenbildung bis zum Ende der Blüte. Umgekehrt sollten zur Abreife im September trockene Bedingungen vorherrschen, da sich ansonsten die Abreife verzögert und sich die Anfälligkeit für Pilze und Bakterien erhöht. Optisch äußert sich das durch ein Abknicken der Stängel und der Körbe.

Bio-Sonnenblumen in der Fruchtfolge nach Getreide

Sonnenblumen verfügen über einen hohen Vorfruchtwert. Selbst sind sie eher anspruchslos und sollten am besten nach Getreide angebaut werden. Der Stickstoffbedarf liegt bei ca. 60 kg/ha und kann im Bio-Ackerbau meist über die bodeneigene Mineralisation gedeckt werden. Leguminosen oder Grünlandumbrüche eignen sich nicht als Vorfrüchte, weil sie zu viel Stickstoff im Boden hinterlassen. Das verzögert zum einen die Abreife im Herbst und verstärkt zum anderen die Anfälligkeit für Pilze und Krankheiten. Aufgrund der hohen Anfälligkeit sollten auch Anbaupausen von fünf Jahren eingehalten werden. Außerdem sollte der Anteil von Raps und Körnerleguminosen in der Fruchtfolge nicht über 25 % liegen, weil diese Kulturen anfällig gegenüber den gleichen Erregern (Sclorotinia, Phoma etc.) sind. Im Rahmen einer Bodenuntersuchung sollte auch der hohe Bedarf an Kalium bedacht werden, hier sollte jedenfalls die Versorgungsstufe B vorherrschen.

Bei Erträgen um 2.500 kg/ha bringt die Bio-Sonnenblume gute Deckungsbeiträge.
Quelle: Landwirt Bio 1/2021

Wirtschaftlich ist die Bio-Sonnenblume auf jeden Fall interessant, wie die Berechnung zeigt (Tab.), zumal auch Erträge über 3 Tonnen durchaus möglich sind. Wie das gelingt, zeigen die Bio-Betriebe Pfaffenbichler und Wiesinger. Für die Ausgabe 1/2021 von LANDWIRT bio haben wir die beiden Landwirte besucht, um zu erfahren, wie die Bestandsführung und Vermarktung der Bio-Sonnenblumen auf ihren Betrieben konkret aussieht. Julian Pfaffenwimmer baut seit zwei Jahren Bio-Sonnenblumen an. Sie ist in Trockenjahren eine gute Alternative zu Mais und das Öl passt perfekt ins Sortiment der Direktvermarktung. Walter Wiesinger nutzt die Sonnenblume als „Sprungbrett“ für seine zweijährige Luzerne: Diese streut er beim letzten Hackdurchgang als Untersaat in die Sonnenblume. Bestellen Sie dazu ein Probeheft oder Kennenlern-Abo der Zeitschrift LANDWIRT bio und lesen Sie den gesamten Beitrag.

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