Die Spargelfläche bleibt in Österreich stabil, doch Wetter, Energiepreise und internationale Konflikte setzen die heimische Produktion unter Druck.
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Der Anteil des weißen Spargels, auch Bleichspargel genannt, macht mit zwei Drittel den Großteil der österreichischen Ernte aus.
Quelle: Eva Maria Demuth/shutterstock.com
Die Spargelanbaufläche in Österreich bleibt mit rund 760 ha nahezu unverändert. Niederösterreich ist mit etwa 65 % der Produktion führend, gefolgt von Oberösterreich mit 18 %. Weißer Spargel dominiert mit rund zwei Dritteln die Ernte und überzeugt durch seinen milden Geschmack, während grüner Spargel aromatischer ist und mehr Vitamin C enthält. Rund ein Viertel der Produktion erfolgt biologisch.
Im Vorjahr wurden rund 2.800 t Spargel geerntet. Wie hoch die Erntemenge 2026 ausfällt, hängt stark vom Wetter ab. „Grünspargel wächst bei warmen Temperaturen 10 bis 12 cm pro Tag, weißer Spargel 5 bis 6 cm. Bei kühlen Bedingungen sinkt das Wachstum hingegen auf etwa ein Zehntel dieser Menge“, erklärt Spargelbauer Werner Magoschitz. Der verspätete Saisonstart habe viele Betriebe belastet: „Dass die Saison erst später starten konnte, schmerzt unsere Betriebe, da sie nur nach vorne verlängert werden kann.“ Ab Juni sinke die Nachfrage deutlich, weshalb die Ernte meist Mitte Juni endet.
Bauern kämpfen mit steigenden Energie- und Treibstoffkosten
Zunehmend problematisch sind die gestiegenen Energie- und Treibstoffkosten, verschärft durch den USA-Iran-Konflikt. „Unsere Spargelbäuerinnen und -bauern müssen – allein durch die Dieselpreissteigerungen – Mehrkosten im vier- bis fünfstelligen Bereich verkraften“, berichtet LKÖ-Präsident Moosbrugger. Zusätzlich verteuern sich Kühlung, Sortierung und Verpackung. Er betont: „Treibstoff ist für unsere bäuerlichen Familienunternehmen kein Luxus, sondern eine zentrale Produktions- und Existenzgrundlage.“ Daher fordert die Landwirtschaft eine Nachfolgeregelung für den ausgelaufenen Agrardiesel sowie Entlastungen bei den Lohnnebenkosten.
Internationale Wettbewerb ist für heimische Spargelbauern spürbar
Auch der internationale Wettbewerb bleibt spürbar: 2025 importierte Österreich rund 4.300 t Spargel, vor allem aus Ungarn (31 %), Spanien und Italien (je 26 %). Dennoch hebt sich heimischer Spargel deutlich ab. „Österreichischer Spargel punktet mit höchsten Produktions- und Sozialstandards sowie besonderer Frische durch kurze Transportwege“, so Magoschitz. Zudem leisten regionale Betriebe durch klimafreundliche Produktion und Begrünungen nach der Saison einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität.
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