Ein Großbrand hat in der Nacht auf Montag einen alten Bauernhof in Grinzens (Bezirk Innsbruck-Land) vollständig zerstört. Als das Feuer gegen 3.20 Uhr ausbrach, befanden sich keine Menschen im Gebäude. Während die Rinder rechtzeitig aus dem Stall gerettet werden konnten, kamen mehrere Ziegen in den Flammen ums Leben.
Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Anwesen bereits in Vollbrand, berichtete Einsatzleiter Manuel Oberdanner. Daraufhin wurde umgehend Großalarm ausgelöst. Vorrang hatte zunächst die Kontrolle, ob sich noch Personen im Gebäude befanden. Die Großtiere konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden, einige Ziegen konnten jedoch nicht mehr gerettet werden. Ein 30-jähriger Mann, der versucht hatte, Tiere aus dem brennenden Stall zu retten, wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in die Innsbrucker Klinik eingeliefert.
Bauernhof bis auf die Grundmauern abgebrannt
Mehr als 300 Einsatzkräfte kämpften stundenlang gegen die Flammen. Das Feuer zerstörte den überwiegend aus Holz errichteten Bauernhof vollständig – übrig blieben lediglich die Grundmauern. Gleichzeitig versuchten die Feuerwehren, ein Übergreifen der Flammen auf den angrenzenden Wald zu verhindern. Angesichts der anhaltenden Trockenheit der vergangenen Wochen habe ein möglicher Waldbrand unbedingt verhindert werden müssen, erklärte Oberdanner.
Im Laufe des Vormittags konnte die Feuerwehr schließlich „Brand aus“ geben. Die Aufräumungsarbeiten dauerten jedoch noch mehrere Stunden an. Während des Einsatzes war die Gemeindestraße entlang des Bauernhofs gesperrt. Insgesamt standen 325 Feuerwehrleute mit 39 Einsatzfahrzeugen aus der gesamten Region im Einsatz. Auch die Rettung war mit mehreren Fahrzeugen vor Ort, zudem waren zwei Polizeistreifen im Einsatz.
Der Bauernhof erlitt einen Totalschaden. Die Brandursache war zunächst unklar. Die Polizei hat Ermittlungen zur Klärung der Brandursache aufgenommen.
Wie Sie bei einem Stallbrand am besten reagieren lesen Sie in diesem Artikel: Wohin man rennt, wenn es brennt
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