LandlebenSteirische Bäuerinnen: 38 Prozent sind Betriebsführerinnen

Steirische Bäuerinnen: 38 Prozent sind Betriebsführerinnen

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38 Prozent der steirischen Bäuerinnen sind Betriebsführerinnen, betonen Präsident Andreas Steinegger (rechts), Vizepräsidentin Maria Pein (links) und Landesbäuerin Ursula Reiter (4.v.l.). Mit den Betriebsführerinnen: Julia Flicker (2.v.l), Maria Kamsker (3.v.l.) und Eva Schulz (2.v.r.)
Quelle: LK Steiermark/Danner

Unter dem Motto „Wo Bäuerinnen wirken, wächst Zukunft“ widmet die Landwirtschaftskammer Steiermark die diesjährige Woche der Land- und Forstwirtschaft den Frauen auf den Bauernhöfen. Anlass ist das internationale Jahr der Bäuerin, das die UNO für 2026 ausgerufen hat.
Ziel der Aktionswoche ist es, die Arbeit der Bäuerinnen sichtbar zu machen und ein sachliches Bild der heutigen Landwirtschaft zu vermitteln.

Steiermark bei Betriebsführerinnen im Spitzenfeld

Nach Angaben der Landwirtschaftskammer werden 38 Prozent der steirischen Betriebe von Frauen geführt. Damit liegt die Steiermark über dem österreichweiten Anteil von 36 Prozent. Kammerpräsident Andreas Steinegger verweist auf die Bedeutung der Bäuerinnen für Familienbetriebe, ländliche Regionen und die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln.

Neue Betriebszweige und zusätzliche Einkommen

Vizepräsidentin Maria Pein sieht Frauen besonders bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und zusätzlicher Einkommensquellen in einer wichtigen Rolle. Dazu zählen unter anderem die Direktvermarktung hofeigener Produkte und Urlaub am Bauernhof.
Viele Quereinsteigerinnen bringen Kenntnisse aus anderen Ausbildungen und Berufen mit. Ihr Anteil wird laut Landwirtschaftskammer auf mehr als 40 Prozent geschätzt.
Auch in der landwirtschaftlichen Ausbildung sind Frauen stark vertreten. An höheren land- und forstwirtschaftlichen Fachschulen beträgt ihr Anteil rund 51 Prozent, an land- und ernährungswirtschaftlichen Fachschulen 91 Prozent.

Zehn Bäuerinnen geben Einblick in ihre Arbeit

Während der Aktionswoche stellen zehn Bäuerinnen ihre Betriebe und Tätigkeitsbereiche vor:
Julia Flicker aus Weiz, Eva Schulz aus Graz-Umgebung, Marlies Haas aus der Südoststeiermark, Helga Spari aus Voitsberg, Kerstin Radl aus Hartberg-Fürstenfeld, Wanda Dokter aus Leoben, Martina Posch aus Leibnitz, Elisabeth Neumann aus Murau, Katharina Maderebner aus Liezen und Maria Kamsker aus Bruck-Mürzzuschlag.
Unterstützt werden die Frauen von der steirischen Bäuerinnenorganisation mit rund 30.000 Mitgliedern und von der Landwirtschaftskammer. Schwerpunkte sind Weiterbildung, Lebensmittelbildung, Konsumenteninformation und Netzwerkarbeit.

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