Moderne Technik in den Milchviehställen erleichtert die intensive Arbeit der Milchbauern und schafft mehr Tierwohl. Doch: Nach Angaben der Landwirtschaftskammer ist der Erzeugermilchpreis innerhalb eines halben Jahres um 23 % auf 42,9 Cent je Liter exklusive Mehrwertsteuer gesunken. Gleichzeitig sind die Kosten für Treibstoffe, Energie, Dünger und andere Betriebsmittel stark gestiegen.
Milch aus Berggebiet
85 % der steirischen Milch stammen von Bergbauernhöfen, vielfach in steilen Lagen. Die Bewirtschaftung ist dort arbeitsintensiv, risikoreicher und kostenaufwendiger als in Gunstlagen. Gleichzeitig stehen die Betriebe im Wettbewerb mit internationalen Großbetrieben.
Die heimischen Milchviehbetriebe sind im internationalen Vergleich klein, müssen aber hohe Anforderungen erfüllen. Dazu zählen unter anderem Gentechnikfreiheit, Tierhaltungsstandards und zusätzliche Auflagen. Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger verweist darauf, dass die Betriebe Wirtschaftlichkeit, Tierwohl und Nachhaltigkeit miteinander vereinbaren müssen.
Rund 24 Kühe pro Betrieb
Die Zahl der steirischen Milchviehbetriebe sinkt. 2025 gab es 3.385 Betriebe, 2024 waren es noch 3.483. Die Anlieferungsmenge lag im Vorjahr bei rund 567.000 Tonnen und ist damit leicht gestiegen.
Der durchschnittliche Milchviehbetrieb in der Steiermark hält 2025 23,9 Kühe. Im Jahr 2020 waren es 19,3 Kühe. International sind die Betriebe deutlich größer: In der Slowakei liegt der Durchschnitt bei 277 Milchkühen, in Neuseeland bei 440, in Dänemark bei 236 und in Deutschland bei 73 Kühen.
Zwei Drittel der steirischen Milchviehbetriebe werden im Nebenerwerb geführt. Ein Viertel der Betriebe wirtschaftet biologisch.



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