Die weiterhin geschlossene Straße von Hormus hat laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) bereits spürbare Auswirkungen auf die globalen Agrar- und Lebensmittelsysteme. FAO-Generaldirektor Qu Dongyu fordert eine koordinierte politische Reaktion innerhalb der nächsten 90 Tage.
Kurzfristige Maßnahmen im Fokus
Zu den vordringlichen Aufgaben zählt die FAO die Entwicklung alternativer Handelsrouten sowie eine intensivere Marktüberwachung. Zudem sollen Exportbeschränkungen für Energie und Düngemittel vermieden werden. Finanzielle Unterstützungen für Landwirte gelten ebenfalls als notwendig.
Mittelfristige und langfristige Strategien
Mittelfristig fordert die FAO einen Maßnahmenplan zur Diversifizierung wichtiger Importprodukte sowie gezielte Hilfen für Länder mit gefährdeter Nahrungsmittelversorgung. Langfristig sieht die Organisation Strategien für eine nachhaltige Landwirtschaft und verstärkte Investitionen in erneuerbare Energien als entscheidend an.
FAO setzt bereits Maßnahmen um
Nach Angaben von Qu überwacht die FAO seit Beginn des Konflikts Schiffsbewegungen und Frachtraten in Echtzeit. Zudem arbeitet die Organisation mit Staaten des Golf-Kooperationsrates zusammen, um Panikkäufe zu verhindern. Alternative Handelsrouten für den Transport verderblicher Waren wurden analysiert. Darüber hinaus hat die FAO ein Programm zur Priorisierung von Düngemittellieferungen in einkommensschwache Länder entwickelt.
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