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Rubrik Forst

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Studie: Wie Waldnutzung und Biodiversität zusammenhängen

Ein internationales Team von Wissenschaftlern zeigt: Wälder können für die Holzproduktion genutzt werden, ohne die Artenvielfalt massiv zu gefährden. Entscheidend ist die richtige Kombination von Schutzflächen und bewirtschafteten Zonen.

Das Triad-Konzept will wirtschaftliche und ökologische Ziele vereinen. Quelle: Paar

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Reinhild Jäger 1 Min. Lesezeit

Es ist möglich, einen Teil der Waldfläche für die Holzproduktion zu nutzen, ohne die Biodiversität insgesamt zu gefährden. Das zeigt eine Studie eines internationalen Forschungsteams unter Leitung der Universitäten Göttingen und Jyväskylä (Finnland). Untersucht wurde, inwieweit das Waldbewirtschaftungskonzept „Triad“ die Artenvielfalt in europäischen Buchenwäldern erhält. Dieses Konzept kombiniert intensiv, extensiv und gar nicht bewirtschaftete Flächen.

Die größte Biodiversität fanden die Forscher in Landschaften mit 60 % ungenutzten Schutzzonen und 40 % intensiv bewirtschafteten Wäldern. Nicht bewirtschaftete Wälder seien das Rückgrat des Artenschutzes, während intensive Nutzung teils offene Lebensräume schafft. Überraschenderweise trug die extensive Bewirtschaftung weniger zur Biodiversität bei als erwartet.

Da 60 % ungenutzte Wälder in Europa wegen der hohen Holznachfrage unrealistisch sind, empfehlen die Wissenschaftler einen Kompromiss: mehr ungenutzte Flächen, größere Vielfalt in extensiv bewirtschafteten Wäldern, etwa durch Mosaike offener und geschlossener Waldflächen, den Erhalt alter Bäume und von Totholz.

Das Triad-Konzept will wirtschaftliche und ökologische Ziele vereinen, indem Wälder räumlich unterteilt werden: Zonen für Holzproduktion, Flächen für Artenschutz und Übergangsbereiche für beide Zwecke. Grundlage der Analyse waren Freilanddaten, mit denen die Forscher virtuelle Landschaften modellierten.

Kontakt zum Autor

Reinhild Jäger

LANDWIRT Redaktion

Bewirtschaftet einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb in der Obersteiermark mit dem Schwerpunkt Forstwirtschaft. Die Landwirtschaft mit Ackerbau, Pferden und Schafen betreibt sie biologisch. Bereits während und nach dem Landwirtschaftsstudium an der Universität für Bodenkultur war sie für den LANDWIRT tätig und arbeitete anschließend in einem Ziviltechnikerbüro für Landwirtschaft. Seit 2017 ist sie wieder im LANDWIRT Team und betreut die Rubrik Forst. Seit Juni 2025 ist sie Chefredakteurin.

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