Die Tagung machte deutlich, dass Bäuerinnen weit mehr sind als Trägerinnen traditioneller Rollenbilder. Sie führen Betriebe mit, kennen gesetzliche Vorgaben, Förderinstrumente und wirtschaftliche Kennzahlen und übernehmen Verantwortung für Hof, Familie und Tiere. Der Tätigkeitsbericht der Bäuerinnen zeigte die breite Palette an Aktivitäten der SBO – von „Aus.unserer.Hand“ und „Schule am Bauernhof“ über soziale Projekte bis hin zu Beratungs- und Kooperationsangeboten auf Landesebene.
Bäuerinnen stark eingebunden
Diskutiert wurden unter anderem das Tierschutzgesetz, Pflanzenschutzauflagen, Förderkriterien, Renten- und Sozialabsicherung. Landesbäuerin Antonia Egger betonte, dass diese Kompetenz Anerkennung brauche und sichtbar gemacht werden müsse, gerade im Internationalen Jahr der Bäuerin. Informationen zu aktuellen Förderungen und zur Weiterentwicklung der Direktvermarktung zeigten, wie stark Bäuerinnen in betriebliche und administrative Abläufe eingebunden sind.
Auch die Rolle der Bäuerinnen in Gemeindeentwicklungsplänen und bäuerlicher Interessenvertretung wurde hervorgehoben. Vertreter aus Bauernbund, Bauernjugend, Seniorenvereinigung und Politik unterstrichen abschließend die Bedeutung der SBO als Motor für fachliche Weiterentwicklung, gesellschaftliche Sichtbarkeit und politische Stärkung der bäuerlichen Familien.
Die Klausur diente damit nicht nur der Wissensvertiefung, sondern auch der Vernetzung und Stärkung der Funktionärinnen auf Orts- und Bezirksebene – mit dem klaren Auftrag, die Kompetenz der Bäuerinnen weiterhin aktiv in die Öffentlichkeit zu tragen.
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