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SVS startet digitalen Vorsorgepass mit Bonusprogramm

v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda / Präsident der Österreichischen Krebshilfe, Dr. Birgit Vetter-Scheidl / Präsidentin Zahnärztekammer, SVS-Obmann Peter Lehner, Dr. Isabella Bauer-Rupp / Leitende Ärztin der SVS, Dr. Edgar Wutscher / Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Obmann der Bundeskurie der niedergelassenen Ärzte
Quelle: Barbara Wirl

Die Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) startet einen neuen Vorsorgepass für ihre Versicherten. Das Programm soll Präventionsmaßnahmen sichtbarer machen und Anreize schaffen, Gesundheitsangebote regelmäßig zu nutzen. Laut SVS gilt der Vorsorgepass für alle bei der SVS krankenversicherten Personen sowie deren mitversicherte Angehörige.

Zum Start umfasst das Programm unter anderem:

  • Vorsorgeuntersuchungen ab 18 Jahren
  • „Gesundheitscheck Junior“ für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren
  • Krebsfrüherkennungsuntersuchungen
  • Impfungen gegen Grippe, Herpes Zoster und Pneumokokken
  • jährliche Mundhygiene

Bonussystem und Status-Level

Für jede absolvierte Maßnahme erhalten Versicherte Punkte. Diese können in Geldboni umgewandelt werden. Laut SVS entsprechen 500 Punkte 50 Euro, 1.000 Punkte 100 Euro. Zusätzlich gibt es ein Statusprogramm mit den Stufen Bronze, Silber und Gold. Das Bronze-Level wird mit der allgemeinen Vorsorgeuntersuchung erreicht. Silber steht für die Hälfte der zusätzlichen Maßnahmen, Gold für das vollständige Vorsorgeprogramm.

Der Vorsorgepass ist über die svsGO App sowie online im Webportal verfügbar. Versicherte ohne App-Zugang können das Programm über Kundencenter und Beratungstage aktivieren. Die einzelnen Maßnahmen werden automatisch anhand der ärztlichen Leistungsabrechnung erfasst.

50 Mio. Euro für Bonuszahlungen vorgesehen

Nach Angaben der SVS sind jährlich 50 Mio. Euro für Bonusauszahlungen eingeplant. Ziel sei es, die Inanspruchnahme von Vorsorgemaßnahmen jährlich um zehn Prozent zu steigern.

Der Präsident der Österreichischen Krebshilfe, Paul Sevelda, verweist auf die Bedeutung etablierter Früherkennungsuntersuchungen. Diese könnten bei mehreren Krebsarten die Chancen auf ein gesundes Überleben erhöhen. Zusätzlich nennt er Bewegung, ausgewogene Ernährung, den Verzicht auf Nikotin sowie die HPV-Impfung als wichtige Maßnahmen zur Prävention.

Vorsorge soll Risikofaktoren früh erkennen

Edgar Wutscher, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Obmann der Bundeskurie niedergelassene Ärzte, betont die Bedeutung der Vorsorge zur frühzeitigen Erkennung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht oder Diabetes. Vorsorgeuntersuchungen böten zudem Raum für Gespräche über Impfungen, Suchtverhalten und allgemeine Gesundheitsfragen.

Mundgesundheit als Teil der Prävention

Die Präsidentin der Österreichischen Zahnärztekammer, Birgit Vetter-Scheidl, begrüßt die Aufnahme zahnmedizinischer Prävention in den Vorsorgepass. Prävention könne dazu beitragen, die Zahl gesunder Lebensjahre zu erhöhen.

Weitere Informationen:

svs.at/vorsorgepass

 

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