Mein BetriebBetriebsführungTierärztemangel in Deutschland: Siegfried Moder im Interview

Tierärztemangel in Deutschland: Siegfried Moder im Interview

Erschienen in: LANDWIRT 12/2026

Siegfried Moder vertritt Hunderttausende Tierärzte in Europa. Im Interview erklärt er, wie sich der Beruf verändert.
Quelle: Markus Wache/ÖTK

LANDWIRT: Haben wir in Deutschland einen Tierärztemangel?

Siegfried MODER: Ja. Der Tierärztemangel zeigt sich besonders in den ländlichen Gebieten. Viele junge Tierärzte zieht es in Richtung der Städte. Das liegt an der Infrastruktur und vielen anderen Dingen, die das Leben im Umfeld der Städte leichter machen.

Mängel haben wir aber auch bei den Arbeitsbedingungen in den Nutztierpraxen. Wir haben viele junge Kollegen und Kolleginnen, die in Teilzeit arbeiten. Das ist die aktuelle Entwicklung. Mehr Teilzeit heißt aber: Bei gleicher Anzahl Köpfe haben wir weniger Arbeitsstunden zur Verfügung. Deshalb kann in manchen ländlichen Regionen der Notdienst nicht ohne Weiteres sichergestellt werden. Es fehlen einfach die Leute. Uns muss aber bewusst sein: Tierärztliche Bestandsbetreuung ist keine reine Notfallmedizin, sondern enthält viele planbare Termine. Das ist auch für Frauen mit Kindern machbar, man muss es nur entsprechend organisieren.

 

Was dieses Interview noch bereit hält:

  • Wie macht sich der Tierärztemangel schon heute bemerkbar?
  • Was wird unternommen, um dem Mangel entgegenzuwirken?
  • Was muss die Politik unternehmen?
  • Können auch Landwirte etwas dazu beitragen, die Tierärzte-Versorgung zu verbessern?
  • Wie hat sich der Beruf des Nutztierarztes verändert?
  • Stichwort Antibiotika: Braucht es eine Überarbeitung der Dokumentationspflicht?

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Warenkorb

Der Warenkorb ist leer.
Gesamt: 0,00