RindBiosicherheitTierseuchen 2025: Das können wir besser

Tierseuchen 2025: Das können wir besser

Erschienen in: LANDWIRT 02/2026

Mythos oder Realität: Tiertransporte fördern das Verbreiten von Seuchen.
Quelle: Archiv

Das vergangene Jahr war geprägt von Tierseuchen – insbesondere jenen, die Rinder betreffen. Während die Branche gelernt hat, mit der Blauzungenkrankheit zu leben, stellen Maul- und Klauenseuche (MKS) sowie die Lumpy Skin Disease (LSD) Behörden und Landwirte vor größere Herausforderungen. Denn im Seuchenfall müssen Informationen einerseits rasch, andererseits aber auch verlässlich und geprüft weitergegeben werden. Um über die aktuelle Entwicklung aller möglicher Tierseuchen einen Überblick zu haben stellt die AGES online ein Tierseuchenradar zur Verfügung.

Verdacht, Entwarnung, neue Fälle

Als Mitte Januar 2025 ein MKS-Verdachtsfall in Deutschland bekannt wird, herrscht zunächst Nervosität – bis die Entwarnung folgt. Nur wenige Tage später bestätigt sich jedoch ein neuer Verdacht auf einem Wasserbüffelbetrieb im Raum Brandenburg. In den darauffolgenden Wochen treten weitere MKS-Fälle in Ungarn und der Slowakei auf, allerdings ohne Zusammenhang mit dem deutschen Fall. Franz Grötschl bewirtschaftet in Lackendorf im Burgenland einen Milchviehbetrieb mit 65 Kühen – etwa
1,5 Autostunden vom ersten ungarischen MKS-Ausbruchsort entfernt. Von dem Seuchengeschehen erfährt er zuerst über seinen Mitarbeiter:
„Mein Mitarbeiter hat selbst einen Betrieb in Ungarn. Er bekam die Information über den MKS-Ausbruch vom ungarischen Krisenstab, 15 Minuten nach der Feststellung. Die Nachricht der Landwirtschaftskammer kam per E-Mail in der Nacht. Das ist die normale Versendezeit bei Kammer-E-Mails in meinem Fall. Solche E-Mails kontrolliere ich nur unregelmäßig, weil es meist Newsletter sind und damit bin ich bestimmt nicht der einzige“, erzählt Grötschl.

Das erfahren Sie noch in diesem Beitrag:

  • Diese Biosicherheitsmaßnahmen haben sich am Betrieb Grötschl bis heute gehalten.
  • wie Lumpy Skin Disease und die Sperrzonen die Betriebe beeinflussen: Eine spanische Landwirtin berichtet aus der Sperrzone
  • Diese Lehren müssen wir aus den vergangenen Seuchenausbrüchen ziehen.

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