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Rubrik Mein Betrieb

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Tirols Landwirtschaft durch Dürre gefordert

Trockenheit und Hitze forderten Tirols Landwirtschaft 2026 stark. Besonders das Grünland verzeichnete massive Einbußen. Dennoch konnten viele Betriebe gute Qualitäten erzielen – und zeigen, wie wichtig Klimaanpassung und betriebliche Vielfalt sind.

Über die Ernte 2026 zogen Fachbereichsleiter Ulrich Zeni (links) und Präsident Josef Hechenberger (rechts) Bilanz. Quelle: LK Tirol

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Natalie Honetz 1 Min. Lesezeit

Das Anbaujahr 2026 war von Trockenheit und Hitzeperioden geprägt. Besonders betroffen war das Grünland, während in anderen Bereichen trotz schwieriger Bedingungen zufriedenstellende Erträge und gute Qualitäten erzielt wurden.

LK-Präsident Josef Hechenberger betont, dass die Landwirtschaft neben Bildung und Beratung passende gesetzliche Rahmenbedingungen brauche. Angesichts klimatischer und wirtschaftlicher Herausforderungen seien zusätzliche Bürokratie und praxisfremde Vorschriften zu vermeiden.

Die Auswirkungen 2026 kurz & knapp

Grünland: Die Trockenheit verursachte massive Ertragseinbußen: in Nordtirol 20 bis 50 %, in Osttirol bis zu 70 %. Viele Betriebe müssen Futter zukaufen. Heu- und Grassilageballen verteuerten sich um 40 bis 50 %, Maissilageballen um 16 bis 20 %.

Obst & Gemüse: Frost, Trockenheit und Starkregen erhöhten Aufwand und Schäden. Hitzeempfindliche Kulturen litten, Tomaten, Paprika, Melanzani und Zucchini erzielten überdurchschnittliche Erträge. Tirol bleibt führend beim Radieschenanbau: Jedes zweite österreichische Radieschen stammt aus Tirol. Im Obstbau verhinderten Frostschutz und Bewässerung größere Schäden; Probleme bereitete vor allem Feuerbrand.

Direktvermarktung: Rund 80 % des Gemüses gehen über den Lebensmittelhandel, bei Erdäpfeln ist die Direktvermarktung zentral. Wegen steigender Betriebs-, Energie- und Lohnkosten setzen mehr Höfe auf direkten Verkauf, um Wertschöpfung am Betrieb zu halten. Die LK unterstützt sie dabei mit Beratung.

Ackerbau: Bei rund 12 % Niederschlagsdefizit lagen Silomais- und Getreideerträge unter dem langjährigen Durchschnitt, die Getreidequalität war dank guter Erntebedingungen hoch.

Almen: Auf den Almen erschwerten schwaches Graswachstum und Wassermangel die Bewirtschaftung; späte Niederschläge verhinderten meist frühzeitige Almabtriebe.

Das Jahr zeigt die Bedeutung von Klimaanpassung und betrieblicher Vielfalt. Breit aufgestellte Familienbetriebe konnten Folgen besser abfedern. Für die regionale Lebensmittelversorgung bleiben Investitionen in Klimaanpassung und wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen entscheidend.

Kontakt zum Autor

Natalie Honetz

LANDWIRT Redaktion

Natalie Honetz stammt ursprünglich aus Niederösterreich und lebt im Bezirk Grieskirchen in Oberösterreich. Ihre Sommerferien verbrachte sie während ihrer Kindheit und Jugend zwischen den Bio-Rinder ihres Onkels. Die Liebe zu Tieren und besonders zu Kühen begleitet sie schon von Kindheitstagen an. Seit 2021 schreibt sie für den LANDWIRT und betreut die Rubriken Rind und Grünland für die Zeitschrift LANDWIRT bio.

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