Zum Tag des Paradeisers am 8. August verweist AMA-Marketing auf die Entwicklung des heimischen Tomatenanbaus. 2025 wurden in Österreich rund 57.500 t Tomaten geerntet. Das ist mehr als doppelt so viel wie vor 20 Jahren. Die Saison 2026 ist von anhaltender Hitze und Trockenheit geprägt. Welche Auswirkungen die Witterung auf die heurige Ernte haben wird, lässt sich laut Branche derzeit noch nicht abschließend beurteilen. Insgesamt werden in Österreich auf rund 192 ha Tomaten angebaut. Die wichtigsten Anbaugebiete liegen im Burgenland, in Wien, Niederösterreich und der Steiermark. Im Wirtschaftsjahr 2024/25 wurden durchschnittlich mehr als 25 kg Tomaten pro Kopf konsumiert.
Freilandfläche ging zurück
Während Tomaten früher zu einem größeren Teil im Freiland kultiviert wurden, erfolgt die Produktion inzwischen fast ausschließlich in Glashäusern und Folientunneln. Die Freilandfläche ging von 59 ha im Jahr 1995 auf rund 14 ha im Jahr 2025 zurück.
Der geschützte Anbau erleichtert den Umgang mit Wetterextremen. In Glashäusern können beispielsweise Beschattungssysteme eingesetzt werden, um die Pflanzen bei starker Sonneneinstrahlung und Hitze zu entlasten. Gleichzeitig lassen sich Witterungseinflüsse und Krankheiten besser kontrollieren und die Erntesaison verlängern. Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing, sieht Hitze und Trockenheit als zunehmende Herausforderung für den Tomatenanbau. Viele Betriebe würden deshalb verstärkt auf geschützte Produktionssysteme setzen.
Bio-Tomaten werden hingegen grundsätzlich bodengebunden produziert – entweder im Freiland oder in Gewächshäusern mit natürlichem Boden. Tomaten mit AMA-Gütesiegel werden nach den AMAG.A.P.-Richtlinien erzeugt. Diese enthalten Vorgaben unter anderem zu Sortenwahl, Düngung, Pflanzenschutz und Anbautechnik. Für das Gütesiegel sind nur Tomaten der Handelsklassen I oder Extra zugelassen. 2025 wirtschafteten 83 Tomatenbetriebe nach diesen Richtlinien. Sie bewirtschafteten rund 142 ha, nahezu vollständig im geschützten Anbau. Darunter waren 20 Bio-Betriebe mit insgesamt rund 22 ha Bio-Tomatenfläche.
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