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Totschnig nimmt drei Bäuerinnen mit zum EU-Agrarministerrat
Drei Bäuerinnen aus Tirol, Kärnten und dem Burgenland begleiteten Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig zum EU-Agrarministerrat nach Brüssel. Dort erhielten sie Einblicke in die europäische Agrarpolitik und brachten Anliegen aus der landwirtschaftlichen Praxis ein.
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Anlässlich des Internationalen Jahres der Bäuerin 2026 hat Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig die Kampagne „Bäuerinnen im Fokus – Hof und Land in Frauenhand“ gestartet. Sie soll die Rolle und die Erfahrungen von Frauen in der österreichischen Landwirtschaft stärker sichtbar machen.
Teil der Kampagne war ein Gewinnspiel, bei dem Bäuerinnen Fotos aus ihrem Arbeitsalltag einreichen konnten. Drei Teilnehmerinnen aus Tirol, Kärnten und dem Burgenland gewannen eine zweitägige Reise nach Brüssel und begleiteten Totschnig zum Rat der EU-Agrarminister.
Anliegen aus den Betrieben
Anna Frühwirth ist Hofübernehmerin eines Ackerbaubetriebs im Bezirk Güssing im Burgenland. Sie sprach sich vor allem für weniger Bürokratie aus, damit sich landwirtschaftliche Betriebe stärker auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren könnten.
Julia Haidacher arbeitet als Lehrerin und Bäuerin auf einem familiengeführten Schaf- und Ziegenzuchtbetrieb im Bezirk Innsbruck-Land. Sie verwies auf die Bedeutung gezielter finanzieller Unterstützung und Entlastung für kleinstrukturierte Betriebe im Westen Österreichs.
Tanja Andrej bewirtschaftet einen Schweinebetrieb mit Direktvermarktung im Bezirk Völkermarkt in Kärnten. Sie betonte den Bedarf an spezialisierten Fachkräften, um bäuerliche Familien im Arbeitsalltag zu entlasten und Erholungszeiten zu ermöglichen.
Während ihres Aufenthalts konnten die drei Bäuerinnen die Beratungen des EU-Agrarministerrats mitverfolgen und Einblicke in die Arbeit der europäischen Institutionen gewinnen.
36 Prozent der Höfe von Frauen geführt
Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums werden in Österreich rund 36.000 landwirtschaftliche Betriebe beziehungsweise 36 Prozent aller Höfe von Frauen geführt. In Oberösterreich und Salzburg liegt der Anteil jeweils bei 42 Prozent.
Das Ministerium verweist zudem auf die Bedeutung von Frauen bei der Diversifizierung von Betrieben, der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und zusätzlicher Einkommensquellen. Diese Themen sollen im Rahmen der Kampagne „Bäuerinnen im Fokus – Hof und Land in Frauenhand“ im Internationalen Jahr der Bäuerin 2026 verstärkt aufgegriffen werden.
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