LandtechnikTraktorenCase IHTraktorvergleichstest: Kabine und Bedienung

Traktorvergleichstest: Kabine und Bedienung

7 stufenlose Traktoren: Kabinen und Bedienung im Vergleich.
Quelle: Suppan

Bisher haben wir die sieben Testkandidaten anhand von gemessenen Daten verglichen. In diesem letzten Teil unseres Vergleichs durften sie nun unsere fünf Testfahrer ausgiebig testen. Dabei standen die Kabine und das Bedienkonzept im Fokus. Dabei spielten natürlich Gewohnheiten und persönliche Vorlieben eine Rolle. Diese Bewertungen sind daher subjektiv beeinflusst. Um trotzdem ein möglichst „objektives“ Ergebnis zu erzielen, haben wir alle sieben Testkandidaten an einem Standort zusammengeholt. Zudem mussten sie die Testfahrer nach einem festgelegten Schema bewerten. Die wichtigsten Erkenntnisse daraus, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

Viele Funktionen und Ausstattungen gehören heute in dieser Traktorkategorie zum Standard oder sind zumindest optional erhältlich. Auf diese sind wir in den folgenden Steckbriefen nicht eingegangen. Das wären zum Beispiel: Kabinenfederung, Vorderachsfederung, diverse Sitzoptionen, AußenbeFotohinweis: Paar und Suppan dienung für Hydraulik und Zapfwelle, große Außenspiegel (schreibt mittlerweile auch das Gesetz vor), elektrisch verstellbare und beheizbare Spiegel, LED-Beleuchtungspakete, oben angebrachte Fahrscheinwerfer, Lenk- und Vorgewendemanagement, integrierte ISOBUS-Funktionen, Kameraanschlüsse, Smartphone-Halterungen, Datenerfassung und -übertragung auf den Büro-PC u.v.m. Denken Sie auch an einen geeigneten Platz für das Pannendreieck und ein Erste-Hilfe-Set.

Case IH Maxxum 135 CVX
Quelle: Paar

Case IH Maxxum 135 CVX – altbewährt

Die Kabine des Maxxum hat vier tragende Säulen und zwei große Türen. Drei breite Trittstufen, Haltegriffe und eine weit öffnende Türe ermöglichen einen bequemen und sicheren Aufstieg. Das haben unsere Fahrer durchwegs gelobt. In Hanglagen lassen sich allerdings die breiten Türen bergseitig nur schwer öffnen und talseitig schwer schließen.

Nicht nur die BLT Wieselburg hat in der Maxxum-Kabine den niedrigsten Schalpegel gemessen. Auch alle Testfahrer haben sie als leise empfunden.

Beengtes Raumgefühl

Die Kabine ist groß, vermittelt aber ein beengtes Raumgefühl. Die wuchtige A-Säule mit den Anzeigeinstrumenten und auch die B-Säule auf der rechten Seite ragen weit in die Kabine hinein. Lobenswert ist dagegen die gute Rundumsicht. Lediglich die breite Motorhaube schränkt die Sicht auf Frontanbaugeräte etwas ein. Ebenfalls gut, schnitt der Beifahrersitz ab, auf dem auch ein Erwachsener halbwegs bequem sitzen kann.

Die Lenkradneigung verstellt man mit der Hand. Dazu muss man jedoch jedes Mal beim Einsteigen nach unten greifen und die Neigung erneut justieren. Eine Schnellverstellung mit dem Fuß gibt es nicht.

Das Sichtfenster im Dach lässt sich öffnen und bietet eine gute Sicht auf den angehobenen Frontlader. Die Ablageflächen sind beim Maxxum spärlich. Zwischen Lenkrad und Frontscheibe gibt es eine offene, aber trotzdem gut gekühlte Staubox. Die Staufächer rechts oben im Kabinendach sind leider ebenfalls offen und deshalb nicht praktikabel. Dort befindet sich auch das Panel für die Arbeitsscheinwerfer. Jedes Scheinwerfer-Paar muss extra geschaltet werden, eine Gruppenschaltung gibt es nicht.

Bewährter Multicontroller

Fast alle Funktionen sind auf der rechten Armlehne zusammengefasst. Herzstück der Bedienung ist der Multicontroller. Die wichtigsten Funktionen lassen sich damit bedienen. Er bietet aber weniger Möglichkeiten als andere Mitbewerber: Zum Beispiel verfügt er über keine frei belegbaren Tasten und nur ein Zusatzsteuergerät. Gut gefallen hat unseren Fahrern das geteilte Handgas, mit dem sich der gewünschte Drehzahlbereich im Handumdrehen einstellen lässt.

Das an die Armlehne angebaute Touchterminal ist etwas in die Jahre gekommen. Es reagiert langsam und macht keinen modernen Eindruck. Beeindruckt war das Testteam hingegen von der Verarbeitungsqualität und den verwendeten Materialien. Zudem gibt es beim Maxxum an der A-Säule ein gut lesbares Display, sowie eine gut zu bedienende Folientastatur zum Aktivieren nahezu aller Funktionen. Nur die Schwimmstellung der Hydrauliksteuerventile ist schwergängig. Das gilt auch für die hakelige Zapfwellen-Vorwahlschaltung auf der rechten Bedienkonsole.

 

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Was dieser Artikel noch bereithält:

  • Beschreibung und Bewertung der Kabinen- und Bedienkonzepte folgender Traktoren:
    • Claas Arion 530 CMatic
    • Fendt 314 Vario
    • John Deere 6120 M AutoPowr
    • Lindner Lintrac 130
    • Steyr 4130 Expert CVT
    • Valtra N135 Direct