Nach einem niederschlagsarmen Winter und Frühjahr sind die Wasserreserven vieler Almen stark zurückgegangen. Wo möglich, wird Wasser aufwendig auf die Almen transportiert, abgelegene Standorte stoßen jedoch an ihre Grenzen. Hält die Trockenheit an, könnten in einzelnen Fällen Tiere vorzeitig von den Almen ins Tal gebracht werden.
Almen gewinnen als Futterquelle an Bedeutung
Auch in den Tallagen liegen die Erträge auf vielen Wiesen unter dem langjährigen Durchschnitt. Dadurch wird das Futter auf den Almen wichtiger. Die Landwirtschaftskammer Oberösterreich unterstützt Betriebe bei der Vermittlung von Weideplätzen über die Plattform www.almwirtschaft.com.
Rücksicht auf Weidetiere
Almen sind beliebte Ausflugsziele. Wanderer sollten auf markierten Wegen bleiben, ausreichend Abstand zu Weidetieren halten und Hunde nur mit besonderer Vorsicht mitführen. Die Almwirtschaft trägt zur Offenhaltung der Kulturlandschaft, zum Erhalt der Biodiversität sowie zum Schutz vor Erosion und anderen Naturgefahren bei. Gleichzeitig stellt der Klimawandel die Bewirtschaftung vor wachsende Herausforderungen. Die UNO hat 2026 zum Internationalen Jahr der Weidewirtschaft und der Hirtinnen und Hirten erklärt.
Forderung nach praktikablem Wolfsmanagement
Die Landwirtschaftskammer begrüßt die Absenkung des EU-Schutzstatus des Wolfs und fordert weiterhin praktikable Regelungen zum Schutz von Weidetieren und Almbetrieben.

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