PflanzeAckerbauTrockenheit bremst Erdäpfelernte – IGE fordert höhere Preise

Trockenheit bremst Erdäpfelernte – IGE fordert höhere Preise

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Quelle: LK

Die anhaltende Trockenheit und wiederkehrende Hitzeperioden beeinträchtigen die Entwicklung der heimischen Erdäpfelbestände. Nach Angaben der Interessengemeinschaft Erdäpfelbau (IGE) zeigen aktuelle Probegrabungen deutlich unterdurchschnittliche Erträge. Gleichzeitig lägen die Erzeugerpreise weiterhin auf einem Niveau, das aus Sicht der Branche die Produktionskosten nicht deckt.

Vor allem in nicht beregneten Anbaugebieten komme das Knollenwachstum derzeit nahezu zum Stillstand, erklärt die IGE. Viele Bestände hätten nur wenige Knollen angesetzt, die aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der hohen Temperaturen klein blieben. Besonders angespannt sei die Lage in den trockenen Regionen des Weinviertels. Wie sich die Erträge bis zur Ernte entwickeln, hänge maßgeblich von der weiteren Witterung ab.

Auch am Markt zeichnet sich laut IGE eine Veränderung ab. Nachdem es bei Frühkartoffeln zuletzt noch Vermarktungsüberhänge gegeben habe, gehe der Verkaufsdruck inzwischen zurück. Gleichzeitig rechnet die Interessenvertretung damit, dass lagerfähige frühe Sorten im weiteren Saisonverlauf noch benötigt werden.

Kritisch beurteilt die IGE die aktuelle Preisentwicklung. Die Erzeugerpreise lägen derzeit bei rund 15 bis 20 Euro je Dezitonne und damit deutlich unter den Notierungen in Deutschland, wo laut IGE aktuell 38 bis 44 Euro je Dezitonne bezahlt werden. Nach Einschätzung der Interessenvertretung spiegeln die heimischen Preise weder die Ertragssituation auf den Feldern noch die Marktbedingungen in den Nachbarländern wider.

In besonders trockenen Regionen erwartet die IGE derzeit Rohwarenerträge von lediglich 15 bis 20 Tonnen je Hektar. Ob sich die Bestände bis zur Ernte noch erholen können, sei derzeit nicht abschätzbar und hänge vor allem von ausreichenden Niederschlägen in den kommenden Wochen ab.

Die IGE fordert daher eine Anhebung der Erzeugerpreise auf mindestens 30 Euro je Dezitonne. Aus Sicht der Interessenvertretung sei dies notwendig, um die Wirtschaftlichkeit der Betriebe zu verbessern und den heimischen Erdäpfelanbau langfristig zu sichern. Zudem appelliert sie an Handel und Vermarktungspartner, die aktuelle Situation auf den Feldern bei der Preisgestaltung zu berücksichtigen.

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