AckerbauTrockenheit setzt den Bauern zu

Trockenheit setzt den Bauern zu

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Quelle: Böck

Die anhaltende Trockenheit sorgt in Niederösterreich und anderen Regionen zunehmend für Probleme in der Landwirtschaft. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer Niederösterreich fehlen seit Beginn der Vegetationsperiode Ende Februar in vielen Regionen nennenswerte Niederschläge. Betroffen seien weite Teile des Bundeslandes.

Mit steigenden Temperaturen verschärfe sich die Situation zusätzlich. Laut Landwirtschaftskammer zeigen sich mittlerweile in zahlreichen Kulturen Auswirkungen des Wassermangels.

Auswirkungen auf zahlreiche Kulturen

Besonders betroffen ist derzeit das Getreide. Weizen, Gerste und Roggen befinden sich aktuell in einer wichtigen Wachstumsphase mit hohem Wasserbedarf. Vielerorts seien bereits Wachstumsverzögerungen sichtbar.

Auch bei frisch angebauten Kulturen wie Mais, Kürbis oder Sojabohnen kommt es laut Kammer zu Problemen. Fehlende Bodenfeuchtigkeit erschwere die Keimung teilweise erheblich. Jungpflanzen wie Sonnenblumen, Zuckerrüben oder Kartoffeln könnten aufgrund ihres noch schwach ausgeprägten Wurzelsystems nur eingeschränkt Wasser aufnehmen.

Im Grünland wurden beim ersten Schnitt bereits Ertragseinbußen festgestellt. Der zweite Aufwuchs gilt in vielen Regionen als gefährdet. Auf exponierten Flächen drohen laut Landwirtschaftskammer nachhaltige Schäden an der Grasnarbe.

Internationale Trockenheit beeinflusst Märkte

Die Trockenheit betrifft nicht nur Österreich. Auch in Teilen Mitteleuropas sowie im Westen der USA herrschen derzeit trockene Bedingungen. Dadurch könnten die Erntemengen insgesamt geringer ausfallen.

Ob sich dies auf die derzeit niedrigen Agrarpreise auswirken wird, ist laut Landwirtschaftskammer noch offen. Gleichzeitig stehen viele Betriebe unter wirtschaftlichem Druck, unter anderem durch hohe Kosten für Treibstoff, Dünger und Pflanzenschutzmittel.

Forderungen nach Entlastung und Ausbau der Bewässerung

Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich fordert angesichts der Situation zusätzliche Entlastungsmaßnahmen für landwirtschaftliche Betriebe. Kurzfristig wird unter anderem eine Nutzung von Biodiversitätsflächen zur Verbesserung der Futterversorgung vorgeschlagen.

Langfristig sieht die Kammer vor allem den Ausbau der Bewässerungsinfrastruktur sowie die Stärkung von Risikoinstrumenten wie Dürreversicherungen als notwendig an.

Wetterprognosen weiterhin trocken

Die Aussichten bleiben laut aktuellen Wettermodellen angespannt. Flächendeckende Niederschläge seien in den kommenden Wochen derzeit nicht in Sicht. Die weitere Entwicklung dürfte daher entscheidend für Erträge und Versorgungslage in der Landwirtschaft sein.

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