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Rubrik Rind

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Nur mit Abo: Trockenheit und Wasserausfall am Milchviehbetrieb

Trockenheit, Futterausfälle und ein mehrstündiger Wasserausfall stellen Milchviehbetriebe vor große Herausforderungen. Landwirtin Heidi Kaufmann-Ferstl berichtet, wie ihr Betrieb auf einen Ausfall der Wasserversorgung reagierte.

Heidi Kaufmann-Ferstl ist Milchbäuerin in Trofaiach. Quelle: Ulrich Dunst

Stephanie Auinger 4 Min. Lesezeit

LANDWIRT: Welche Auswirkungen hat die aktuelle Trockenheit auf Ihren Betrieb?

Heidi KAUFMANN-FERSTL: Die aktuelle Trockenheit ist natürlich ein Problem. Beim ersten Schnitt hatten wir einen Ausfall von rund 50 Prozent. Es kam auch darauf an, wann gemäht wurde. Wer während der Trockenheit gemäht hat, hatte dadurch teilweise auch beim zweiten Schnitt weniger Futter. Bei uns war es nicht ganz so dramatisch. Wir werden größere Menge Maissilage zukaufen müssen. Die Grundfutterbörsen von landwirt.com, der Landwirtschaftskammer und dem Maschinenring sind hier sehr zu begrüßen. Natürlich sind die Zukäufe wirtschaftlich schwierig, wenn zusätzlich zu den ohnehin hohen Kosten auch noch Grundfutter gekauft werden muss und das Ganze trotzdem wirtschaftlich bleiben soll. Wir hoffen jetzt noch mehr als sonst, dass die Konsumenten beim Kauf Wert auf österreichische Produkte legen.

Beim Thema Wassermangel mussten wir kürzlich ebenfalls Erfahrungen im Stall machen: Wegen eines Rohrbruchs war die Ortswasserleitung ausgefallen und stundenlang kein Wasser geflossen.

Mehr zum Thema Wasser im Grünlandboden

Wie haben Sie diesen Ausfall im Stall bemerkt und was war in diesem Moment die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung war, dass auch der Melkroboter stehen blieb. Wir haben den Ausfall sofort bemerkt. Wir haben dann mit der Gemeinde Kontakt aufgenommen und gefragt, wie lange der Ausfall dauern wird. Bei uns waren es drei Stunden. Dann ist das Wasser wieder kurz geflossen und der Roboter konnte wieder melken – allerdings nur so lange, bis er wieder einen Waschgang machen musste. Dann ist er erneut ausgefallen.

 

Was dieses Interview noch bereit hält

  • Wie sich ein Wasserausfall im Stall bemerkbar macht
  • Wie der Melkroboter bei Wassermangel weiterbetrieben werden kann
  • Welche Vorteile die Einspeisung einer eigenen Quelle bietet
  • Wie Tiere auf einen mehrstündigen Wasserausfall reagieren
  • Warum eine Zisterne nicht umgesetzt wurde
  • Wie Prioritäten bei der Wassernutzung gesetzt werden sollten
  • Welche Vorkehrungen Milchviehbetriebe treffen können

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Kontakt zum Autor

Stephanie Auinger

LANDWIRT Redaktion

Aufgewachsen auf einem Milchviehbetrieb im Innviertel, war sie schon als Kind gerne bei den Kühen. Während ihrer Schul- und Studienzeit nutzte sie die Sommermonate, um auf Milchviehbetrieben in verschiedenen europäischen Ländern und in Kanada zu arbeiten. Ihr Auslandssemester absolvierte sie ebenfalls in Kanada. Nach dem Studium der Nutztierwissenschaften blieb sie den Kühen treu und schreibt seit 2008 für die LANDWIRT Rinderredaktion.

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