PflanzeGrünlandUnfälle auf Almen: Wenn Rinder zur Gefahr werden

Unfälle auf Almen: Wenn Rinder zur Gefahr werden

Erschienen in: LANDWIRT 12/2026

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Der Alm- und Weidesommer hatte noch gar nicht richtig begonnen, als sich Mitte Mai 2026 in Osttirol bereits der erste tödliche Unfall ereignete. Und das, obwohl Medien, Kammern und Organisationen gebetsmühlenartig auf die Gefahren durch Rinder hinweisen, Landwirte Warnschilder aufstellen oder sogar Wanderwege gesperrt werden.

Im aktuellen Fall war eine 67-jährige Frau gemeinsam mit ihrem Ehemann in einem Weidegebiet unterwegs, als die beiden von einer Kuhherde attackiert wurden. Wenige Stunden zuvor hatten dieselben Rinder bereits andere Spaziergeher, darunter ein Tierarzt und seine Frau, angegriffen und teilweise verletzt.

Berichten zufolge könnte ein Hund mit im Spiel gewesen sein – wie so oft in diesen Fällen.

Auch dieser Unfall wird ein rechtliches Nachspiel haben. Positiv für Landwirte ist aber ein „Kuhurteil“ des Höchstgerichts aus dem vergangenen Jahr. Demzufolge hatte die angegriffene Person entsprechende Eigenverantwortung für ihr Handeln. Der Tierbesitzer habe korrekt gehandelt und wurde damals freigesprochen – auch, weil er Hinweistafeln aufgestellt hatte. Dieses Urteil kann nicht automatisch auf alle Kuhattacken angewendet werden. Es muss von Fall zu Fall entschieden werden. Sie sehen dennoch: Schilder verhindern zwar keine Unfälle, können aber dabei helfen, rechtliche Konsequenzen besser abzuwehren. Die Saison ist noch jung, werden Sie deshalb tätig!

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