Das Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES) wird in den kommenden Monaten Futtermittelimporte aus Drittstaaten verstärkt kontrollieren. Geprüft werden Einzel- und Mischfuttermittel auf ihre Herkunft, Rückstände von Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen sowie auf unerwünschte und verbotene Stoffe. Ergänzend erfolgen Eigenkontrollen der Futtermittelunternehmen sowie Kontrollen im Rahmen des EU-Schnellwarnsystems für Lebens- und Futtermittel (RASFF). Nach Angaben von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig sollen damit die hohen Produktionsstandards der EU auch bei Importen konsequenter überprüft werden.
Gleiche Standards für heimische und importierte Lebensmittel
Aus Sicht von Totschnig, Niederösterreichs LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Landwirtschaftskammer NÖ-Vizepräsident Lorenz Mayr sollen Lebensmittel, die unter Bedingungen erzeugt wurden, die in der EU nicht zulässig sind, nicht auf den europäischen Markt gelangen.
Pernkopf spricht sich für strengere Importkontrollen aus und fordert gleiche Produktionsstandards für heimische und importierte Lebensmittel.
Produktionsbedingungen stärker berücksichtigen
Mayr plädiert dafür, bei der Bewertung von Lebensmitteln nicht nur das Endprodukt, sondern verstärkt auch die Produktionsbedingungen zu berücksichtigen. Nur so könnten gleiche Wettbewerbsbedingungen für heimische Produzenten und Importe geschaffen werden.
Als weitere Maßnahmen werden konsequente Rückstandskontrollen, strengere Vorgaben für nicht in der EU zugelassene Pflanzenschutzmittel sowie verstärkte Audits entlang der Importketten gefordert.
Unterstützung aus dem Nationalrat
Die Forderung nach strengeren Importkontrollen wird laut Aussendung inzwischen auch auf Bundesebene unterstützt. Der Nationalrat habe sich zuletzt mehrheitlich für die Umsetzung bestehender Schutzklauseln bei Agrarimporten ausgesprochen. Dazu zählen verstärkte Kontrollen, zusätzliche Audits in Drittstaaten und strengere Rückstandskontrollen. Ziel sei es, die Versorgungssicherheit sowie die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Land- und Lebensmittelwirtschaft zu stärken.
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