KommentarVermeiden wir Futter für den nächsten Tierschutzskandal

Vermeiden wir Futter für den nächsten Tierschutzskandal

Erschienen in: LANDWIRT 24/2025

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Im Moment kalbt Kuh um Kuh. Der Platz im Stall ist knapp, Tiere, die gemerzt werden müssen, gibt es in der Herde dank gutem Management im Moment keine. Situationen wie diese hat der eine oder andere Landwirt bereits häufig erlebt. Die Lösung: ein schnelles Foto, eine Online-Vermarktungsplattform sowie der Mausklick auf den Button „zu verkaufen“. So unkompliziert und rasch sich die Überbelegung im Stall mit dieser Verkaufsmethode regeln lässt, umso bewusster muss sich der Verkäufer seiner eventuellen Betriebsblindheit hinsichtlich der Sauberkeit von Stall und Tieren sein.
Zu oft sehen wir Bilder von verschmutzten Kühen und dreckigen Strohboxen im Internet. Ein verschmutztes Tier hat jeder mal im Stall, vor allem in der anfangs beschriebenen Situation. Gelangen unvorteilhafte Bilder aber ins Netz, ist eine schlechtere Preisaussicht beim Verkauf das geringere Übel. Wir dürfen nicht vergessen, dass das Internet ein öffentlicher Raum ist.
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass auch selbsternannte Tierschützer ohne Ahnung von Nutztierhaltung Zugriff auf solche Bilder haben. Aus dem Kontext gerissen ergeben dann beschriebene Bilder schneller als einem lieb ist, den nächsten Tierschutzskandal. Das Perfide an dieser Situation: Der Tierhalter hat das Bild auch noch selbst geschossen. Achten Sie also bitte beim nächsten Post von Tierfotos, egal ob auf Social Media oder auf Verkaufsplattformen, darauf, die Tierhaltung im guten Licht zu präsentieren. Damit leisten Sie einen positiven Beitrag für alle Tierhalter.

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