AckerbauGetreideVerzwergungen bei der Gerste verhindern

Verzwergungen bei der Gerste verhindern

Erschienen in: LANDWIRT 06/2026

Sorten können sehr unterschiedlich resistent auf Gelbverzwergung sein.
Quelle: Flamm

Wenn man die letzten drei Getreidesaisonen betrachtet, werden große Unterschiede zwischen den Jahren offensichtlich:

  • 2024: Im Frühjahr 2024 waren weite Teile des österreichischen Ackerbaugebiets von viröser Gelbverzwergung betroffen. Im Alpenvorland mussten einige Wintergerstenflächen umgebrochen werden. Aber auch im Pannonikum und im Mühl- und Waldviertel wurden Schäden verzeichnet.
  • 2025: Durch die massiven Niederschläge im Herbst 2024 verzögerte sich der Anbau. Durch späten Anbau und niedrigere Bodentemperaturen liefen die Herbstsaaten verspätet auf und es wurde im Frühjahr 2025 vergleichsweise kaum Gelbverzwergung beobachtet.
  • 2026: Für die aktuelle Saison wurde im September 2025 vom Warndienst der LK ein starker Infektionsdruck im Ausfallgetreide festgestellt. Aber der Oktober startete mit tiefen Temperaturen, die vielerorts auch ins Minus gingen. Für ganz Österreich wurde ein um -0,5 °C geringerer Durchschnittswert zum 30-jährigen Mittel gemessen. Dies verringerte den Blattlausdruck stark. In Kombination mit den inzwischen teilweise bereits angepassten späteren Saatzeiten wird daher für 2026 mit geringen Schäden durch Gelbverzwergungsviren gerechnet.

Trotz der momentan entspannten Lage ist es wichtig, das Thema im Hinterkopf zu behalten, denn der nächste warme Herbst kommt bestimmt. Um die richtigen Maßnahmen setzen zu können, sollte man dazu Folgendes wissen:

 

In diesem Artikel erwartet Sie noch:

  • Tipps zur Minderung
  • Erkennungsmerkmale der Gelbverzwergung

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