LandlebenGartenViele Bäume in Österreich blühen außergewöhnlich stark

Viele Bäume in Österreich blühen außergewöhnlich stark

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Für 2026 erwartet der Naturschutzbund ein ungewöhnliches Massenblühen.
Quelle: Johannes GEPP

In den nächsten Tagen werden in Gärten, Parks und Wäldern zahlreiche heimische Bäume und Sträucher erblühen. Besonders im Südosten Österreichs dürfte die Blüte bis zum Ostersonntag mit steigenden Temperaturen deutlich zunehmen. Auch exotische Arten in Parkanlagen zeigen heuer vielerorts einen starken Blütenansatz.

Mastjahre treten häufiger auf

Jahre mit besonders starkem Blüh- und Fruchtansatz sollten normalerweise nur in größeren Abständen auftreten. Seit der Jahrtausendwende häufen sich diese Mastjahre jedoch. Bei einzelnen Baumarten ist laut Text bereits das vierte Jahr in Folge mit starker Blüte zu beobachten.
Der Naturschutzbund sieht einen engen Zusammenhang mit dem Klimawandel. Zugleich sei noch nicht in allen Details geklärt, welche Folgen diese rasche Abfolge von Mastjahren langfristig für die Bäume hat.

Belastung für Energiehaushalt und Obstbau

Mehrere Blühjahre hintereinander gelten als energieaufwendig für Bäume und Sträucher. In den vergangenen Mastjahren sei teils beobachtet worden, dass Bäume viele Blüten, aber nur wenige Blätter ausbildeten. Auch im Obstbau kann eine übermäßige Blüte Folgen haben. Wenn zu viele Früchte angesetzt werden, bleiben viele davon klein. Um ausreichende Fruchtgrößen zu erreichen, müssen überschüssige Blüten teils von Hand entfernt werden.

Welche Arten 2026 besonders auffallen

Für 2026 erwartet der Naturschutzbund unter anderem eine ungewöhnlich starke Blüte bei Schwarzerlen und Birken. In begünstigten Lagen blühen bereits die Schlehen, in Parkanlagen fallen exotische Baumarten auf. Auch Magnolien sowie verschiedene Zierkirschen und Nadelgehölze zeigen heuer laut Text besonders viele Blüten.
Bei heimischen Fichten und Tannen bleibt eine breite Massenblüte heuer dagegen großteils aus. Gleichzeitig tragen manche Pflanzen, etwa Efeu, derzeit auffallend viele Früchte aus dem Vorjahr.

Für die kommenden Tage wäre ausreichender Niederschlag aus Sicht des Naturschutzbundes wichtig. Regen könnte dazu beitragen, dass die Bäume neben den Blüten auch genügend Blätter entfalten. Zusätzlich würde Niederschlag die Verbreitung von allergieauslösenden Pollen verringern.

Folgen des starken Wachstums aus dem Vorjahr

Nicht nur die Blüte, auch das Zweigwachstum war im Vorjahr überdurchschnittlich. Viele heimische Sträucher bildeten mehr als einen Meter lange, zugleich aber dünne Triebe. Durch Nassschnee wurden in diesem Winter deshalb zahlreiche Äste beschädigt und ganze Strauchreihen umgeknickt. Viele dieser langen Triebe tragen nun besonders viele Blüten. Das erhöht den Energiebedarf der Pflanzen zusätzlich.

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