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Rubrik Rind

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Nur mit Abo: Vier Stellschrauben für gesunde Kälber

Rindergrippe entsteht selten durch einen einzelnen Faktor: Einzelne Schwachstellen verstärken sich gegenseitig. Besonders gefährdet sind Kälber. Für Tierärztin Eva Zeiler beginnt die Vorbeugung von Rindergrippe deshalb unmittelbar nach der Geburt.

Vier Stellschrauben für die Vorbeugung von Rindergrippe: Biestmilch, Impfen, Tierbeobachtung und eine gesunde Haltungsumwelt. Quelle: .classen/shutterstock.com

Stephanie Auinger 3 Min. Lesezeit

Bei Rindergrippe wirken meist mehrere Faktoren zusammen. Einzelne Schwachstellen oder Belastungen können sich gegenseitig verstärken. Besonders gefährdet sind Kälber, weshalb für Tierärztin Eva Zeiler die Versorgung unmittelbar nach der Geburt an erster Stelle steht. Dabei entscheidet nicht nur die Menge, sondern vor allem die Qualität der Biestmilch darüber, wie gut das junge Tier mit Immunglobulinen versorgt wird.

Auf Problembetrieben empfiehlt Zeiler deshalb, neben der Biestmilchqualität auch per Blutuntersuchung zu prüfen, ob die passive Immunisierung beim Kalb tatsächlich funktioniert hat. Auch die Haltungsbedingungen beeinflussen das Erkrankungsrisiko erheblich. Besonders problematisch ist die Kombination aus niedrigen Temperaturen und Zugluft, gleichzeitig darf der Schutz vor Kälte nicht zu einem schlecht belüfteten Stall führen. „Kälber brauchen Frischluft ohne Zugluft“, erklärt Zeiler.

Ein ausreichender Luftwechsel reduziert die Erregerkonzentration im Stall. Ob das funktioniert, lässt sich ohne aufwendige Messtechnik überprüfen, indem man sich auf die Höhe der Kälber begibt und die Luft dort beurteilt. „Entscheidend ist nicht, welche Luftqualität ich wahrnehme, wenn ich in den Stall hineingehe. Entscheidend ist die Luft auf Kälberkopfhöhe“, erklärt die Tierärztin.

 

Was dieser Artikel noch bereit hält

  • Erregerdiagnostik bei Rindergrippe
  • Stressfaktoren bei Kälbern reduzieren
  • Kranke Kälber frühzeitig erkennen

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Kontakt zum Autor

Stephanie Auinger

LANDWIRT Redaktion

Aufgewachsen auf einem Milchviehbetrieb im Innviertel, war sie schon als Kind gerne bei den Kühen. Während ihrer Schul- und Studienzeit nutzte sie die Sommermonate, um auf Milchviehbetrieben in verschiedenen europäischen Ländern und in Kanada zu arbeiten. Ihr Auslandssemester absolvierte sie ebenfalls in Kanada. Nach dem Studium der Nutztierwissenschaften blieb sie den Kühen treu und schreibt seit 2008 für die LANDWIRT Rinderredaktion.

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