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Vollautomatisches Fütterungssystem

Quelle: Jonas Edegger

Am Lindinger-Hof ist es still. Nur der Wind bewegt die Folie am halbleeren Fahrsilo kaum merklich. Direkt davor steht ein 4 Meter langer und 2 Meter breiter Metallkasten auf Rädern. Auf der Oberseite angebracht ist eine mächtige Fräswalze.
Plötzlich setzt sich die Fräse in Bewegung, fährt an die Schnittkante heran und fräst eine Schicht Silage ab. Gleichzeitig beginnt sich eine Schnecke knapp über dem Boden zu drehen. Sie zieht die herabfallende Silage sofort ein. Das Futter schießt durch einen durchsichtigen Schlauch am hinteren Ende aus dem Gerät und verschwindet gleich wieder in einer Rohrleitung Richtung Stall. Dort wartet im Inneren ein schwarzgrüner Futtermischwagen. Kaum ist die Silage schwungvoll von oben im Mischbehälter gelandet, fährt der Wagen los und hält unter einem weiteren Trichter. Dort landet ein Schwung Heu auf der Silage. Noch immer ist niemand von der Familie Lindinger zu sehen. Der Wagen setzt nahezu lautlos seine Arbeit fort und beginnt das Futter zu mischen, ehe das Gerät seinen Inhalt vor den Kühen auf dem Futtertisch ablegt.
„Das neue Fütterungssystem ist so leise. Die Kühe bekommen manchmal gar nicht mit, dass es wieder frisches Futter gibt“, ertönt plötzlich die Stimme von Johann Lindinger, der gerade den Futtertisch mit einem Besen säubert. Erst jetzt heben ein paar seiner Kühe den Kopf, fressen aber gleich unbeeindruckt weiter.

Was dieser Artikel noch bereit hält:

  • Kosten der Anlage
  • Aufbau des Systems
  • Technische Details