MarktVorerst Importstopp für brasilianisches Rindfleisch erwartet

Vorerst Importstopp für brasilianisches Rindfleisch erwartet

0:00 0:00
Nachweis zur Einhaltung von EU-Standards bisher nicht erbracht – Importstopp erwartet
Quelle: LKÖ/Jung-Leithner

Ab 3. September 2026 wird eine zusätzliche EU-Marktzulassungsvoraussetzung für bestimmte Tiere und tierische Lebensmittel aus Drittstaaten wirksam. Die Lieferländer müssen gewährleisten können, dass die EU-Einschränkungen für den Einsatz bestimmter antimikrobieller Arzneimittel eingehalten werden. Somit ist eine zusätzliche, verbindliche Importanforderung dazugekommen, die in den amtlichen Zertifikaten, die jede Sendung begleiten, neu erfasst und bestätigt werden muss.

Nachweise für europäische Produktionsstandards fehlen

Da Brasilien den in Europa verbotenen Einsatz von Antibiotika als Wachstums- und Leistungsförderer nicht widerlegen kann und auch immer wieder mit dem Inverkehrbringen von Hormonfleisch in Verbindung gebracht wird, wurde es im Rahmen einer Durchführungsverordnung vom 4. Juni 2026 von der Positivliste der Lieferantenländer gestrichen. Diese Entscheidung wird mit 3. September schlagend. Der Marktzugang für Produkte von Rindern, Pferde(artige)n, Geflügel, Aquakulturen sowie Honig etc. bleibt so lange verwehrt, bis Brasilien die Garantien erbringen kann. Da gerade die Rindfleisch-Produktion mit einer langen Vorlaufzeit verbunden ist und auch die Entscheidungs- und Kundmachungsfristen nicht von heute auf morgen verstreichen, wird nicht damit gerechnet, dass Brasilien so schnell imstande sein wird, den europäischen Forderungen nachzukommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Warenkorb

Der Warenkorb ist leer.
Gesamt: 0,00