ForstWald außer Nutzung stellen ist falscher Weg

Wald außer Nutzung stellen ist falscher Weg

Geht es nach Bauernbund-Präsident Georg Strasser, ist Holz die Geheimwaffe der Bauernfamilien im Kampf gegen den Klimawandel.
Quelle: Rieberer

„Der effektivste Klimaschutz ist dort, wo wir fossile Materialien durch Holz ersetzen und so CO2 aus der Atmosphäre speichern“, kritisiert Bauernbund-Präsident Georg Strasser bereits kursierende Pläne zur Außer-Nutzung-Stellung von heimischen Wäldern scharf. „Wer im Kampf gegen den Klimawandel vorwärtskommen will, muss Wälder auch künftig nachhaltig bewirtschaften“, so Strasser.

Jährlich werden in Österreichs Wäldern rund 400 Mio. Tonnen CO2 gespeichert, also fast das zehnfache des jährlichen CO2-Ausstoßes Österreichs. „Das gelingt nur, weil Waldbewirtschafter Wälder nachhaltig nutzen und in Generationen denken. Wenn wir unseren Wald nutzen, ist das Klima-Potenzial und der Beitrag zur Artenvielfalt höher als bei ungenutzten Wäldern. Außer-Nutzung-Stellungen sind deshalb aus meiner Sicht kein Rezept, das dem Klimawandel entgegenwirkt, sondern eine Hochrisikostrategie“, so Strasser. Wichtig sei, auch die kleinbäuerlichen Waldbewirtschafter wieder dazu zu bringen, Wälder aktiv zu nützen.

Holz ist Geheimwaffe im Kampf gegen den Klimawandel

„Jedes Mal, wenn ich bei einer Durchforstung Holz aus dem Wald nehme, entnehme ich CO2 aus der Atmosphäre“, beschreibt der Bauernbund-Präsident die CO2-Aufnahme durch die Verwendung von Holz. Jährlich wachsen in Österreich rund 10 Mio. Vorratsfestmeter (Vfm) Wald zu. „Die Waldfläche in Österreich wächst jährlich um 3.400 Hektar und das, obwohl der Einsatz von Holz und Biomasse in der Möbelproduktion, beim Bau von Einfamilienhäuser oder zur Erzeugung von Energie laufend zunimmt“, sagt Strasser. Holzprodukte zum Ersatz emissionsintensiver fossiler Materialien für Bauen und Energie brächten zudem den höchsten Effekt für die CO2-Reduktion. Das übertreffe sogar die natürliche CO2-Speicherfunktion eines Waldes.

Holz sei damit Geheimwaffe im Kampf gegen den Klimawandel. „Wenn wir das angestrebte Phasing-out fossiler Energieträger bis 2040 erreichen wollen, müssen wir alle Akteure aus Praxis und Wissenschaft einbinden. Damit schaffen wir nachhaltige Nutzungskonzepte für unsere Wälder und eine echte Einkommensperspektive für unsere Bauernfamilien“, so Strasser.

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