Der Wald ist ein lebendiger Organismus. Dass er wächst, sich anpasst, abstirbt und zerfällt, ist Teil eines natürlichen Systems. Gerade diese Prozesse bergen jedoch Risiken. Die Forstarbeit zählt laut der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) in Österreich zu den gefährlichsten Tätigkeiten überhaupt. Auch wenn die Zahl der meldepflichtigen Forstunfälle zwischen 2019 und 2023 gesunken ist, stieg die Zahl der tödlichen Unfälle im selben Zeitraum deutlich an. Auffallend hoch ist der Anteil an älteren Personen, die allein im Wald arbeiten und dabei körperliche Belastungen, schwieriges Gelände und Wettereinflüsse unterschätzen. Ein Großteil der Unfälle passiert aufgrund von Kontrollverlust, stürzenden oder durch Bäume oder herabfallende Kronenteile erschlagenen Personen. Diese Fakten werden auch in Analysen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) bestätigt. Sie sind ein klares Indiz dafür, dass trotz technischer und präventiver Fortschritte die Gefährdung im Wald hoch bleibt.
Was der Artikel noch bereithält:
- Totäste: Die unterschiedlichen Strategien der Baumarten
- Pilze: Warum sie Bäume instabil machen
- Ausbildung: Warum sie die Arbeit sicherer macht
- Pflichten des Wegehalters
- 3 Fragen an…Siegfried Sperrer
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