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Rubrik Ackerbau

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Waldland erwartet massive Ausfälle bei Kräutern und Kulturen

Die anhaltende Trockenheit im Waldviertel setzt den Kräuter- und Sonderkulturen von Waldland stark zu. Besonders bei einjährigen Kulturen wie Mohn und Petersilie werden hohe Ernteverluste erwartet.

v.l.n.r.: Michael Höllmüller, Gerhard Hofstetter, Robert Haidl, Franz Tiefenbacher Quelle: Waldland

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Angelika Leitner 1 Min. Lesezeit

Waldland baut im Waldviertel unter anderem Tee- und Küchenkräuter, Mohn, Kümmel, Mariendistel sowie verschiedene Pharmaziepflanzen an. Trotz der breiten Kulturpalette liegen die Erträge aufgrund der anhaltenden Trockenheit derzeit deutlich unter dem Durchschnitt.
Besonders im wertschöpfungsintensiven Sonderkulturenanbau führen die Mindererträge laut Geschäftsführer Franz Tiefenbacher zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen. Für zahlreiche Spezialkulturen gebe es zudem keine Möglichkeit, sich gegen derartige Schäden zu versichern. Waldland fordert daher gezielte Unterstützung für betroffene Betriebe.

Schnittlauch mit Hoffnung auf weiteren Schnitt

Obmann Robert Haidl, Geschäftsführer Franz Tiefenbacher und Michael Höllmüller besichtigten Anfang der Woche eine Schnittlauchfläche von Gerhard Hofstetter in Wolfsberg. Auch dort zeigt sich der Wassermangel deutlich.
Schnittlauch wird mehrjährig angebaut und vier- bis fünfmal pro Saison geerntet. Nach zwei guten Schnitten im Frühjahr brachte der aktuelle Sommerschnitt laut Höllmüller nahezu keinen Ertrag. Niederschläge im Spätsommer könnten jedoch noch einen weiteren ertragreichen Schnitt ermöglichen.

Deutlich stärker betroffen sind einjährige Kulturen wie Mohn und Petersilie. Hier verzeichnet Waldland massive Verluste.

Lager soll schwache Erntejahre abfedern

Nach zwei ertragreichen Jahren 2024 und 2025 trifft die Dürre nun auch das Waldviertel stark. Waldland errichtet deshalb unter anderem ein zusätzliches Fertigwarenlager. Damit sollen in guten Erntejahren größere Mengen getrockneter Ware eingelagert und Reserven für ernteschwache Jahre aufgebaut werden.
Beim Aussetzen von Jungpflanzen wartet das Unternehmen derzeit teilweise auf Niederschläge, um zusätzlichen Hitzestress für die Pflanzen zu vermeiden.

Kontakt zum Autor

Angelika Leitner

LANDWIRT Redaktion

Aufgewachsen auf einem Bergbauernhof in der Steiermark, den jetzt ihr Bruder mit Familie weiterführt. Nach der landwirtschaftlichen Fach- und Mittelschule schnupperte sie kurz in die Gastronomie und Bio-Kontrolle. Seit 2005 ist sie beim LANDWIRT tätig, von 2016 bis 2022 fungierte sie gemeinsam mit Johannes Paar als Chefredakteurin. Sie ist für die Rubrik Familie, Haus und Garten zuständig. Angelika Leitner ist Mutter von zwei Kindern und lebt mit Hühnern und Wachteln auf einem ehemaligen Bauernhof in der Obersteiermark.

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