ForstWaldweide zeitgemäß umgesetzt

Waldweide zeitgemäß umgesetzt

Erschienen in: LANDWIRT 15/2026

Player nur mit gültigem Abo verfügbar.

Die Waldweide hatte lange Zeit keinen guten Ruf. Heute kehrt sie als Naturschutzbaustein zurück in unsere Wälder.
Quelle: Emma Meier-Nkunzana/shutterstock.com

Kaum eine Form der Landnutzung hat die Wälder Mitteleuropas über einen so langen Zeitraum geprägt wie die Waldweide. Über Jahrtausende bildeten Viehhaltung, Holzgewinnung und weitere Nutzungsformen des Waldes ein eng verflochtenes System. Während heute mit dem Begriff „Weide“ überwiegend Grünland assoziiert wird, war der Wald über viele Jahrhunderte eine wichtige Futterquelle für Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine. Mit der Sesshaftwerdung des Menschen gewann die Waldweide zunehmend an Bedeutung. Wälder lieferten Brenn- und Bauholz, Einstreu, Waldheu, Beeren, Pilze und Wildbret, während Weidetiere unter dem Kronendach grasten. Über viele Jahrhunderte stellte diese Form der Nutzung kaum jemand infrage, da Holz in den meisten Regionen nicht als knappe Ressource galt. Erst mit dem Bevölkerungswachstum sowie der Entwicklung von Bergbau, Salinen, Glashütten und Eisenverarbeitung stieg der Holzbedarf deutlich an. Der Wald entwickelte sich zu einem strategisch wichtigen Rohstofflieferanten, dessen nachhaltige Nutzung immer stärker in den Mittelpunkt rückte.

Waldweide: Bedrohte Verjüngung?

Im 19. Jahrhundert setzte sich die geregelte Forstwirtschaft durch. Forstwissenschaftler wie Georg Ludwig Hartig oder Heinrich Cotta prägten den Gedanken der nachhaltigen Holznutzung und legten den Grundstein für die moderne Forstwirtschaft. Ziel war der Aufbau leistungsfähiger und stabiler Waldbestände, die dauerhaft Holz liefern konnten.

Was der Artikel noch bereithält:

  • Mehr zum Thema Waldweide – wie gelingt sie heutzutage?
  • Mehr Bilder

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Warenkorb

Der Warenkorb ist leer.
Gesamt: 0,00