Laut dem Waldzustandsbericht von Nordrhein-Westfalen ist der Anteil von Bäumen mit einer intakten Kronenbelaubung in dem Bundesland 2025 um zwei Prozentpunkte auf nun 29 % angewachsen. Leicht verlichtete Kronen haben 37 % der Bäume und damit 3 % mehr als im Vorjahr gezeigt. Demgegenüber ist der Anteil deutlich verlichteter Baumkronen um 5 Prozentpunkte auf 34 % zurückgegangen.
Sorgenkinder im nordrhein-westfälischen Wald sind auch 2025 die Eichen. Zwar hat sich ihr Zustand laut dem Bericht verbessert, immer noch weisen aber 59 % der Eichen eine deutliche Kronenverlichtung auf. Von den Buchen sind aktuell 36 % deutlich in der Krone verlichtet. Bei den Kiefern sind es 32 %, bei den Fichten 23 %. Auch 2025 hat es laut Bericht keine Massenvermehrung der Fichtenborkenkäfer gegeben. Dennoch sei bezüglich der verbliebenen Fichtenwälder weiterhin Wachsamkeit geboten.
Waldzustand: Einige Arten leiden
Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk sicherte bei der Vorstellung des jüngsten Waldzustandsberichts zu, die Anpassung der Wälder hin zu klimaresilienten Mischwäldern weiter konsequent zu fördern. Zentral sei auch die Verjüngung der Wälder. Denn junger Wald komme mit Klimaextremen besser zurecht. Wichtig sei zudem der Wasserrückhalt im Wald. Sei dieser intakt, mildere er Extremwetterfolgen wie Hochwasser ab und trage zu Vitalisierung und Waldgesundheit bei.
Wie aus dem baden-württembergischen Waldzustandsbericht 2025 hervorgeht, verringerte sich der Anteil von Bäumen mit deutlicher Kronenverlichtung in dem Bundesland im Berichtsjahr auf 4 2%; das war erstmals wieder weniger als das Schadniveau des Trockenjahres 2018. Demgegenüber wuchs der Anteil ungeschädigter Bäume auf 21 % an. Jeder dritte Baum war schwach geschädigt, knapp 5 % abgestorben.
Auch in Baden-Württemberg weist das Monitoring für die Fichte eine Verbesserung des Kronenzustands aus. Bei der Kiefer war nach der Zustandsverbesserung in den beiden Vorjahren nun eine konstante Entwicklung festzustellen. Bei Buche, Eiche und Bergahorn gab es eine positive Entwicklung. Demgegenüber verschlechterten sich die Zustände von Eschen, Tannen und Douglasien. Gründe sind dem Bericht zufolge ein starker Mistelbefall der Tanne, das Eschentriebsterben und eine Pilzerkrankung sowie ein Schädlingsbefall der Douglasie.

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