Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu, ein großer Teil der Ernte ist eingefahren, sofern diese nicht der Dürre zum Opfer gefallen ist. Für den fiktiven Milchbauern und Familienvater Hans Huber vergingen die Wochen in den letzten beiden Monaten wieder mal wie im Flug. Was er außer der Arbeit am Hof gemacht hat? Daran kann er sich nicht erinnern – vielleicht auch deswegen, weil er außer Arbeit nicht wirklich was getan hat. Für einen Ausflug mit seiner geliebten Frau und den Kindern hat die Zeit mal wieder nicht gereicht. Irgendwas war am Hof immer dazwischengekommen und eine Vertretung für die Stallarbeit zu finden ist fast so wahrscheinlich wie ein Sechser im Lotto. So wie dem Landwirt aus diesem fiktiv geschilderten Beispiel geht es vielen Landwirten im realen Leben. Hier schrillen die Alarmglocken für Karen Hendrix. Sie ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und hat sich auf die psychologische Betreuung von Landwirten spezialisiert. Für sie steht fest: Wer sich bewusst Auszeiten vom Hof nimmt, schützt sich nicht nur selbst vor psychischen Problemen und tut der Familiengemeinschaft gut, sondern bewirkt auch Positives für den Betrieb. „Wer immer nur dicht vor dem Spiegel steht, sieht nur die eigene Nase. Je weiter man vom Spiegel weggeht, desto mehr Weitblick bekommt man. Dieses Prinzip gilt genauso für Abstand vom Betrieb“, so Hendrix.
Das erfahren Sie noch in diesem Beitrag:
- Wie häufig Sie sich Auszeiten nehmen sollten und wie Sie diese sinnvoll planen
- Wie die Zusammenarbeit mit Aushilfskräften geplant werden sollte
- Ergebnisse bzgl. psychischer Belastung laut einer aktuellen Umfrage aus der Sozialforschung
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