Schafe und ZiegenWas macht der TGD?

Was macht der TGD?

Beim Rundgang durch Stall und Betrieb geht es nicht um Kontrolle, sondern um gemeinsames Hinschauen.
Quelle: BearFotos/shutterstock.com

Wer Schafe oder Ziegen hält, weiß: Tiergesundheit entsteht nicht zufällig. Sie ist das Ergebnis vieler richtiger Entscheidungen im Stall, auf der Weide und im täglichen Umgang mit den Tieren. Genau hier setzt der Tiergesundheitsdienst (TGD) an.

Er ist ein zentrales Instrument, um Tiergesundheit systematisch zu erhalten, Krankheiten vorzubeugen und den Arzneimitteleinsatz auf das notwendige Maß zu beschränken – zum Nutzen von Tier, Betrieb und Konsument. Mehr zum Thema Tiergesundheitsdienst und Organisation

Gemeinsame Verantwortung von Landwirten und Tierärzten

Organisiert sind die Tiergesundheitsdienste meist als Vereine, geführt von einem Vorstand, in dem Landwirte und Tierärzte gemeinsam Verantwortung tragen. In der Steiermark etwa ist der Obmann selbst Landwirt, sein Stellvertreter Tierarzt. Unterstützt wird der Vorstand von tierartspezifischen Expertengruppen, in denen Praxiswissen und veterinärmedizinische Erfahrung zusammenfließen.

Entscheidungen werden dadurch nicht immer am Schreibtisch, sondern oft im Stall getroffen. Der Einstieg in den TGD ist unkompliziert: Der Betrieb schließt einen Teilnahmevertrag mit dem TGD sowie einen Betreuungsvertrag mit dem Hoftierarzt ab. Nach Freigabe durch die Geschäftsstelle ist man TGD-Teilnehmer.

Betriebsbetreuung: Checklisten, Prävention und Kontinuität

Dass dieses System gut funktioniert, zeigt die breite Akzeptanz: In der Steiermark nehmen derzeit rund 6.900 Betriebe und über 200 Tierärzte am TGD teil. Herzstück des TGD sind die regelmäßig durchgeführten Betriebsbetreuungsbesuche. Ihre Anzahl richtet sich nach der Herdengröße: Betriebe mit bis zu 200 Schafen oder Ziegen werden einmal jährlich besucht, größere Betriebe zweimal.

Beim Rundgang durch Stall und Betrieb geht es nicht um Kontrolle, sondern um gemeinsames Hinschauen. Mithilfe standardisierter Checklisten werden Fütterung, Haltung, Hygiene, Klauengesundheit, Parasitenmanagement und vieles mehr systematisch besprochen. Schwachstellen werden erkannt, praktikable Lösungen erarbeitet und dokumentiert.

Ein großer Vorteil: Die Betreuung erfolgt durch den eigenen Hoftierarzt, der die Herde kennt und Erkrankungen aus dem Jahresverlauf einordnen kann. Genau diese Kontinuität macht den TGD so wirkungsvoll. Mehr zum Thema Parasitenmanagement und Kotproben

 

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