LANDWIRT: Vor 16 Jahren hattet ihr gerade auf Kurzrasenweide umgestellt. Wie füttert ihr die Kühe heute?
Alois DICK: Wir setzen nach wie vor auf Kurzrasenweide. Inzwischen führt ein Triebweg auf die andere Seite der Eisenbahn. Dafür nutzen die Kühe einen rund 1,5 Meter breiten Streifen der Unterführung unter der Bahntrasse. So stehen uns zusätzlich elf Hektar Weidefläche zur Verfügung. Auf den Weiden sorgen fixe Tränken für die Wasserversorgung. Dafür wurden rund 1.500 Meter Wasserleitungen verlegt und Betonringe mit Kunststofftränken eingebaut. Mehr zum Thema Weidetränken
Wie haben Sie Ihre damalige Fleckvieh-Montbéliarde-Herde weiterentwickelt?
Wir haben die gesamte Herde mit neuseeländischer Genetik – Jersey und Kiwi Cross – eingekreuzt. Unser Ziel waren kleinere und leichtere Kühe, die zu unserer weidebasierten Wirtschaftsweise passen. Die Tiere sind sehr robust, Klauenpflege ist kaum noch notwendig. 2012 erfolgte die Umstellung auf Heuwirtschaft, saisonale Abkalbung und der Verzicht auf Kraftfutter. Heute züchten wir mit einer Drei-Rassen-Kreuzung von Normande, Kiwi Cross und Norwegischem Rotvieh. Seit fünf Jahren arbeiten wir mit dem Triple-A-Anpaarungssystem, damit lassen sich Stärken und Schwächen einzelner Tiere gezielt berücksichtigen. So können wir auf funktionale und langlebige Kühe züchten.
Was dieses Interview noch bereit hält:
- Wie haben Sie Ihre damalige Fleckvieh-Montbéliarde-Herde weiterentwickelt?
- Setzen Sie auf künstliche Besamung oder Natursprung?
- Wie sind die Kalbungen geblockt?
- Was waren die wichtigsten Entwicklungen in der Haltung der Tiere?
- Wie würden Sie Ihren Betrieb heute in wenigen Worten beschreiben?
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