AckerbauBodenWas sind gute Zwischenfrüchte?

Was sind gute Zwischenfrüchte?

Quelle: Böck

Öllein und Saflor

Hans Gnauer ist Vorstand im Verein Boden. Leben. Sein Favorit unter den Zwischenfrüchten ist der Öllein. Mit seiner korkenzieherartigen Wurzel dringt er selbst in einen ausgetrockneten Boden ein. Zudem läuft er selbst bei Trockenheit und bei Direktsaat sicher auf. Ein dickes Plus ist auch seine stark mykorrhizierende Wirkung. Gnauer bezeichnete den Öllein gar als Pilzbringer. Öllein ist auf die Pilze sogar angewiesen. Ohne würde er kaum Masse aufbauen. Was viele abschreckt, ist seine frühe Reife, aufgrund derer er auch mal ausfällt. Probleme in der Nachfrucht hatte Gnauer damit aber noch nie. Es scheint eher so als würden die ölhaltigen Samen über den Winter von der Bodenbiologie – allen voran den Pilzen – zusammengefressen. Näher beschäftigen will sich Gnauer auch mit dem Saflor – auch Färberdistel genannt. Für diesen Korbblütler spricht vor allem die horizontale Wurzelausbreitung von 120 cm. Aber auch der Tiefgang von bis zu einem Meter ist durchaus beachtlich. Zusätzlich ist Gnauer ein Fan der Ackerbohne, die besonders in feuchten Jahren gut funktioniert. Aber auch die Sommerwicke gehört seiner Meinung nach in jede Mischung.

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