Grünland veratmet in der produktiven Verdunstung – abhängig von der Zusammensetzung der Pflanzenarten – rund 700 l Wasser pro kg Trockenmasse. Diese Transpiration erzeugt einen Sog, durch den Wasser von den Wurzeln zu den Spaltöffnungen in den Blättern (Stomata) transportiert wird. Mit diesem Wasserstrom gelangen auch die Nährstoffe in die Pflanze. Steigt die Temperatur jedoch über 30 °C, beginnen die Pflanzen, ihre Stomata zu schließen. Dadurch reduzieren sie den Wasserverlust – gleichzeitig kommt aber auch der Nährstofftransport zum Erliegen. Zum Glück tritt nicht sofort der Totalausfall ein. Häufiger befinden sich die Bestände zunächst in einer Stressphase vor dem Kollaps. Genau hier ist es entscheidend, den Pflanzen rechtzeitig Reserven zu erhalten. Diese Reserven helfen, den Bestand zu stabilisieren und größere Schäden zu vermeiden.
Was dieser Artikel noch bereit hält:
- Schnitthöhe im Grünland richtig wählen
- Dichte Grasnarbe hält Wasser im Bestand
- Bodenverdichtung vermeiden und Staunässe mitdenken
Kommentare