Mein BetriebAgrarpolitik und FörderungWeideprämie sorgt für Verwirrung

Weideprämie sorgt für Verwirrung

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Bekommen Landwirte künftig weniger Geld für Rinder in Weidehaltung?
Quelle: David Specht

Die Zukunft der Weideprämie in Bayern sorgt derzeit für Stirnrunzeln. Was war passiert? Eine landwirtschaftliche Fachzeitschrift schreibt, Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer wolle die Weideprämie streichen. Als Grund nennt sie Bürokratieabbau. Kurz darauf reagiert der Bayerische Bauernverband mit einer Stellungnahme und betont: „Weideprämie in Bayern steht – auf Bundesebene gab es noch nie eine.“ Hintergrund ist, dass Rainer zwei noch in der Ampel-Regierung geplante zusätzliche Ökoregelungen, darunter eine Weideprämie für Milchkühe, streichen will. Diese gibt es bisher noch nicht, Landwirte hätten sie nächstes Jahr erstmals beantragen können.

Führen weitere Ökoregelungen zu kleinerer Basisprämie?

An der Gesamthöhe der Förderung ändert dies jedoch nichts. Vielmehr hätte sich die Verteilung geändert. Der Bundesrat befürchtete aber, dass durch die weiteren Ökoregelungen zu wenig Geld für die Basisprämie bleibe und diese gekürzt werden müsse. Dies war im Artikel der Fachzeitschrift auch so beschrieben. Einige Landwirte dachten bei der Überschrift aber wohl an die bestehende Förderung „T10 – Sommerweidehaltung für Rinder“ in Bayern. Wer an dieser teilnimmt, erhält 75 € je GV ab einer Weidezeit von mindestens 120 Tagen. Und diese Förderung wird auch in Zukunft angeboten und ausgezahlt.

Kritik an der Entscheidung des Landwirtschaftsministers gibt es dennoch. Aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) etwa ist die geplante Streichung keineswegs „Bürokratieabbau“ und wäre eine weitere wirtschaftliche Schwächung jener Milchviehbetriebe mit Weidehaltung, welche sich die Gesellschaft mehrheitlich wünscht.

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