PflanzeAckerbauWeltweites Getreideangebot auf Rekordkurs

Weltweites Getreideangebot auf Rekordkurs

0:00 0:00
Quelle: Foto: Böck

Nachdem das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) Ende vergangener Woche mit bärischen Zahlen überraschte, legte nun auch der Internationale Getreiderat (IGC) nach. In seinem aktualisierten Bericht vom 18. September hob er die globale Weizenernte 2025/26 um 8 Mio. t auf 819 Mio. t an. Damit würde das Vorjahresergebnis um 19 Mio. t übertroffen.

Mais mit leichten Abstrichen

Beim Körnermais senkte der IGC seine Prognose gegenüber August um 2 Mio. t auf 1.297 Mio. t. Grund dafür sind regionale Anpassungen. Trotzdem erwartet der Rat dank einer riesigen US-Ernte einen neuen Produktionsrekord. Insgesamt beziffert der IGC die Erntemenge an Weizen und Grobgetreide für 2025/26 auf 2.412 Mio. t – ein Allzeithoch. Zusammen mit Anfangsbeständen von 606 Mio. t ergibt sich ein rechnerisches Angebot (ohne Reis) von erstmals mehr als 3.000 Mio. t. Dem steht ein weltweiter Verbrauch von 2.395 Mio. t gegenüber. Damit würden die Reserven bis Saisonende um weitere 17 Mio. t auf 606 Mio. t wachsen.

Märkte bereits entspannt

Die komfortable Versorgungslage ist an den Terminbörsen längst eingepreist. Größere Kursreaktionen blieben nach Veröffentlichung der IGC-Zahlen aus. An der Pariser Matif verteuerte sich der vordere Dezember-Weizen im Wochenverlauf sogar leicht – um 2,25 € auf 192,25 €/t bis Donnerstag, 16 Uhr. Laut den Analysten der Kaack Terminhandel GmbH sorgt ein besser als erwartet laufender französischer Weizenexport für Unterstützung. Die Preiserholung bleibt jedoch begrenzt, da der Euro gegenüber dem Dollar auf den höchsten Stand seit vier Jahren gestiegen ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Warenkorb

Der Warenkorb ist leer.
Gesamt: 0,00