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Weniger Russische Weizenexporte erwartet

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Quelle: Goldberger

Erstmals im seit Juli laufenden Wirtschaftsjahr hat das Moskauer Forschungszentrum für Agrarökonomie (Sovecon) seine Prognose für die russischen Weizenexporte gesenkt, wenn auch nur leicht. Während zuletzt für 2025/26 eine Ausfuhrmenge von 43,7 Mio. Tonnen prognostiziert wurde, sind es jetzt 43,4 Mio. Tonnen. „Frühere Aufwärtskorrekturen spiegelten verbesserte Ernteaussichten wider, aber die Nachfrage blieb schwach, und die Lieferungen zu Beginn der Saison waren gering“, begründeten die Analysten ihren Schritt. Sovecon-Direktor Andrei Sizov führt den Rückgang der russischen Weizenexporte in erster Linie auf eine schwache Nachfrage ausländischer Käufer zurück. Diese erwarteten teilweise eine große Getreideernte auf der Südhalbkugel.

 

Weniger Einnahmen aus Exportzöllen

Unterdessen meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax, dass die staatlichen Einnahmen aus den Ausfuhrzöllen auf Weizen, Gerste und Mais in diesem Jahr nur halb so hoch ausfallen dürften wie zunächst geplant. Im Gesetzentwurf über die Änderungen des Haushalts 2025 werden nun rund 76,4 Mrd. Rbl (788 Mio. Euro) erwartet; ursprünglich hatten die Etatplaner eine Summe von 138,8 Mrd. Rbl (1,4 Mrd. Euro) angesetzt. Im Jahr 2024 hatten die Zölle insgesamt 141,2 Mrd. Rbl (1,46 Mrd. Euro) in die staatlichen Kassen gespült.

Moskau rechnet jedoch weiter mit sprudelnden Einnahmen aus dem Exportzoll für Getreide. Für 2026 wird eine Summe von 135,8 Mrd. Rbl (1,40 Mrd. Euro) angenommen; 2027 sollen es 152,4 Mrd. Rbl (1,57 Mrd. Euro) sein, 2028 sogar 158,6 Mrd. Rbl (1,64 Mrd. Euro).

Zum 1. Oktober senkte das russische Landwirtschaftsministerium den Ausfuhrzoll pro Tonne Weizen von 655,60 Rbl (6,87 Euro) auf 617,7 Rbl (6,37 Euro). Auch der Ausfuhrzoll auf Mais wurde nach unten korrigiert, und zwar pro Tonne von 743,1 Rbl (7,67 Euro) auf 716,9 Rbl (7,60 Euro). Ein Ausfuhrzoll auf Gerste wird derzeit nicht erhoben. Diese Werte gelten bis zum 7. Oktober.

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