MarktWenn weder Landwirte noch Konsumenten profitieren

Wenn weder Landwirte noch Konsumenten profitieren

Erschienen in: LANDWIRT 04/2026

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Im Interview mit der „Zeit im Bild“ erläuterte Rainer Will, Geschäftsführer des österreichischen Handelsverbandes, der Handel wolle die Mehrwertsteuersenkung „nach Möglichkeit“ weitergeben. Diese Formulierung legt bereits nahe, dass die Endverbraucherpreise nicht sinken werden, die Handelsspanne der Lebensmitteleinzelhändler aber steigen wird. Ein ähnliches Szenario wurde schließlich schon zur Coronazeit beobachtet. Damals wurde die Mehrwertsteuer in der Gastronomie und Hotellerie auf 5 % gesenkt, die Preise für Schnitzel und Co. sanken aber nicht. Will betonte im Interview jedoch, man könne den Lebensmittelhandel nicht mit der Gastronomie und Hotellerie gleichsetzen.

Einsparungen minimal

Wenn die Steuersenkung, wie Rainer Will sicher ist, tatsächlich in voller Höhe an den Endverbraucher weitergegeben wird, so spart ein durchschnittlicher Haushalt 100 Euro pro Jahr. Auf den Monat gerechnet sind das etwa acht Euro. Das entspricht nicht einmal zwei Bier im Gasthaus, um es in ein Naturalmaß umzuwandeln.

Das erwartet Sie noch in diesem Beitrag:

  • Warum die heimische Landwirtschaft dennoch den Kürzeren zieht
  • Die Vorschläge der Borchert Kommission und wie sie die Förderung des Tierwohles zu leistbaren Preisen möglich gemacht hätte
  • Wie Konsumenten weiterhin denken

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