Die Politik beschäftigt sich mit einem möglichen Blackout in der Landwirtschaft, also der Gefahr eines längeren Stromausfalls. „Corona, Hochwasser oder der Angriff auf die Stromversorgung vor Kurzem in Berlin. Das alles zeigt, wir müssen unser Land stark machen, um auf unerwartete Ereignisse gut reagieren zu können.“ Mit diesen Worten bittet Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in einer Videobotschaft die Landwirte, an einer Umfrage teilzunehmen.
Die Umfrage dauert laut Ministerium etwa zehn Minuten. Teilnehmer geben unter anderem an, wie lange sie ohne Strom oder Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung weiterwirtschaften könnten. Außerdem wird beispielsweise gefragt, wie groß der Dieseltank der Hoftankstelle ist und wie lange dieser im Notfall reicht.
Landwirtschaft auf Stromausfälle und Blackouts vorbereiten
„Die Umfrage dient zunächst der Bestandsaufnahme: Wo liegen die größten Schwachstellen bei Strom, Wasser, Futter und Kommunikation. Sobald die Auswertung vorliegt, lassen sich passgenaue nächste Schritte ableiten“, teilt eine Sprecherin des Ministeriums auf LANDWIRT-Anfrage mit. Ministerin Kaniber verspricht in ihrer Videobotschaft, dass die Landwirte anhand der Ergebnisse der Umfrage in Zukunft gezielt unterstützt werden, um die Versorgung mit Lebensmitteln auch in Ausnahmesituationen sicherzustellen. Zu konkreten Maßnahmen, um die Krisenfestigkeit der Landwirte zu verbessern, macht das Ministerium allerdings noch keine Angaben.
„Je nach Ergebnis werden wir prüfen, wo und wie Handlungsbedarf besteht. Welche konkreten Maßnahmen sinnvoll oder notwendig sind, wird sich aus der Auswertung ergeben“ , so die Sprecherin.
Unter den teilnehmenden Landwirten verlost das Ministerium drei Notstromaggregate. Eine Angabe von persönlichen Daten ist nicht erforderlich, es wird lediglich nach der Betriebsnummer gefragt. Landwirte können noch bis 15. Mai an der Umfrage teilnehmen. „Vorsorge ist keine Schwarzmalerei, sie ist ein Zeichen von Verantwortung“, sagt Kaniber.
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