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Rubrik Agrarpolitik und Förderung

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Wieder höherer Produktionswert

Nach einem leichten Rückgang im Jahr 2024, konnte sich der Produktionswert der deutschen Landwirtschaft 2025 wieder moderat steigern. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft gibt an, dass 76,8 Mrd. Euro erreicht wurden, was einem Plus von 1,3 Mrd. Euro bzw. 1,7 % entspricht.

Kuhhälfte am Schlachthaken
Erstmals trug die Veredelung mehr als die Hälfte zum Produktionswert bei. Dies ist vor allem auf einen deutlichen Anstieg im Rinderbereich zurückzuführen. Quelle: BearFotos/shutterstock.com

Natalie Honetz 1 Min. Lesezeit

2024 ist der Wert der der deutschen landwirtschaftlichen Produktion leicht zurückgegangen. Im Jahr 2025 folgte wieder ein moderates Wachstum. Das Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) gibt in ihren ersten Schätzungen an, dass sich der landwirtschaftliche Produktionswert 2025 auf 76,8 Mrd. Euro beläuft. Das bedeutet einen Zuwachs um 1,3 Mrd. Euro bzw. 1,7 % zum Vorjahr.

Veredelung macht erstmals die Hälfte aus

Das Wachstum ist größtenteils auf einen Anstieg in der Tierproduktion zurückzuführen. Hier lag der Produktionswert bei 39,3 Mrd. Euro. Somit wurden von der Veredelungswirtschaft erstmals mehr als die Hälfte (51,1 %) des gesamten landwirtschaftlichen Produktionswerts erreicht. Die gestiegenen Erzeugerpreise sorgten für den Zuwachs. Das BZL gibt an, dass ein knappes Angebot an Schlachtvieh für deutlich höhere Erzeugerpreise sorgte. Schweine bilden dabei eine Ausnahmen, bei ihnen sanken die Erlöse spürbar. Bei den Rindern hingegen viel der Anstieg besonders deutlich aus: Mit knapp 6,3 Mrd. Euro erhöhte sich der Produktionswert um 31 %. Landwirte erhielten auch für Rohmilch und Eier höhere Preise, was den Wert der tierischen Erzeugnisse zusätzlich steigen ließ.

Produktionswert beim Pflanzenbau geht zurück

Im Pflanzenbau hingegen kam es zu ein Rückgang des Produktionswertes. Im Vergleich zu 2024 sank er um 5,2 % auf 32,4 Mrd. Euro. Ursache ist, dass die Erzeugerpreise überwiegend unter dem Vorjahresniveau lagen. Betroffen waren unter anderem Kartoffeln, Zuckerrüben, Futterpflanzen und Frischgemüse. Eine mengenmäßig gute Ernte konnte beim Getreide den Preisrückgang überkompensieren, sodass der Produktionswert um 9 % stieg. Bei Ölsaaten und Obst wurde ein höherer Produktionswert festgestellt. Bei den Eiweißpflanzen reicht die größere Ernte nicht aus, wegen deutlich gesunkener Preise ging ihr Produktionswert um 2 % auf 154 Mio. Euro zurück. Landwirtschaftliche Dienstleistungen und Nebentätigkeiten trugen mit einem geschätzten Wert von rund 5,1 Mrd. Euro zum Gesamtwert bei. AgE

Kontakt zum Autor

Natalie Honetz

LANDWIRT Redaktion

Natalie Honetz stammt ursprünglich aus Niederösterreich und lebt im Bezirk Grieskirchen in Oberösterreich. Ihre Sommerferien verbrachte sie während ihrer Kindheit und Jugend zwischen den Bio-Rinder ihres Onkels. Die Liebe zu Tieren und besonders zu Kühen begleitet sie schon von Kindheitstagen an. Seit 2021 schreibt sie für den LANDWIRT und betreut die Rubriken Rind und Grünland für die Zeitschrift LANDWIRT bio.

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