Die Organisation BirdLife Österreich informiert in ihrer Broschüre: Verschiedene Arten haben unterschiedliche Vorlieben.
- Kohl- und Blaumeisen greifen gerne zu Sonnenblumenkernen und Meisenknödeln.
- Spatzen bevorzugen gehackte Nüsse und geschälte Sonnenblumenkerne.
- Spechte lassen sich mit ganzen Nüssen locken.
- Amseln und andere Weichfutterfresser sind auf Obst, Beeren und bröseliges Futter angewiesen.
Eine möglichst vielfältige Futterauswahl hilft also, mehr Vogelarten anzulocken – aber immer im Einklang mit der Umgebung. Ebenso wichtig: Futterhäuser mit Silofunktion oder Futtersäulen verwenden, damit die Vögel nicht direkt im Futter sitzen und so Krankheitsrisiken minimiert werden. Brot, Speisereste oder gesalzenes Fett sind tabu.
Vogelfutter für den Garten selbst gemacht
Eine gut platzierte Futterstelle sollte nicht völlig offen sein. Vögel kommen lieber zu Futterstellen mit nahen Versteckmöglichkeiten – etwa Sträucher, Hecken oder dichte Gehölze – so können sie bei Gefahr schnell flüchten. Gleichzeitig ist darauf zu achten, dass nicht z. B. eine Katze unentdeckt zur Gefahr wird.
Ergänzende, nachhaltige Gartengestaltung
Wichtig: Fütterung bleibt eine Zusatzhilfe. Denn die meisten Futterhaus-Gäste decken ihren Hauptbedarf weiterhin durch natürliches Nahrungsangebot wie Insekten, Kleintiere, Wildkräuter, Baumsamen oder Früchte. Daher lohnt es sich, den Garten oder Balkon vogelfreundlich zu gestalten. So wird ein ganzjähriger Lebensraum geschaffen – nicht nur eine Winterhilfe. Beispielsweise kann eine Wildsträucherhecke gepflanzt werden, die Vögeln strukturreichen Lebensraum, Deckung und Nahrung bietet.

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