AgrarpolitikWohin geht Europas Politik?

Wohin geht Europas Politik?

Erschienen in: LANDWIRT 02/2026

EU
Sie haben 2026 viel zu besprechen: Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit Haushaltskommissar Piotr Serafin und Agrarkommissar Christophe Hansen.
Quelle: Dati Bendo/Europäische Kommission

Die Agrarpolitik der Europäischen Union (EU) befindet sich im Umbruch. Mit dem Green Deal und der darauf basierenden Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) hat Brüssel die Prioritäten seit 2019 stärker in Richtung Umwelt- und Klimaziele gelenkt als je zuvor. Ähnliches gilt für die Bestrebungen für mehr internationale Zusammenarbeit und Handel.

Bedeutendstes Beispiel hierfür ist das seit 25 Jahren geplante Mercosur-Abkommen mit Südamerika.

Globale Entwicklungen und Druck auf Europa

Gleichzeitig zeigen die globalen Entwicklungen der letzten Jahre in eine andere Richtung. Weltweit erreichten die bewaffneten Auseinandersetzungen 2025 einen historischen Höchststand. Doch auch ohne gleich zu den Waffen zu greifen, wird der internationale Ton rauer.

Viele Nationen blicken zunehmend auf die eigenen Vorteile ohne Rücksicht auf andere zu nehmen. Nicht nur die USA, sondern auch Schwellenländer, wie China und Indien, drücken wirtschaftlich aufs Gaspedal. Die hohen Standards der EU, z. B. bei Klima- und Naturschutz, Tierwohl oder Arbeitsbedingungen, sind ehrenwert und vom Grundgedanken sinnvoll.

Sie wirken in der jetzigen Form aber wirtschaftlich als Bremsklotz. Macht die EU deshalb nun eine politische Kehrtwende?

Was dieser Artikel noch bereit hält:

  • Globale Entwicklungen und Druck auf Europa
  • Green Deal, Regulierungen und Wettbewerbsfähigkeit
  • GAP-Reform und nationale Spielräume
  • Single Fund, Agrarbudget und Verteilungskämpfe
  • Strukturwandel und Zukunft der Betriebe
  • Mercosur-Abkommen, Handel und Importdruck

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