Zum Inhalt springen

Rubrik Schaf

Anmelden, um diese Funktion zu nutzen.

Mit einem kostenlosen Konto können Sie diese Funktion nutzen und von jedem Gerät auf Ihr Benutzerkonto zugreifen.

oder

Ein Konto ist kostenlos. Für abo-pflichtige Artikel und LANDWIRT KI benötigen Sie zusätzlich ein Abo.

Meldung Alle Artikel: Meldung News Alle Artikel: News

Wolf: DNA bestätigt Riss von 31 Schafen am Zirbitzkogel

Ein Wolf hat Anfang August am Zirbitzkogel im Bezirk Murau 31 Schafe gerissen. Eine nun vorliegende DNA-Analyse bestätigt den Verdacht. Die Behörden prüfen weitere Risse und mögliche Konsequenzen – auch eine Abschussfreigabe steht im Raum.

Ob der Wolf zum Abschuss freigegeben wird, soll sich im September entscheiden. Quelle: Willy Mobilo/shutterstock

Artikel vorlesen lassen

0:00 0:00

Paul Loibner 1 Min. Lesezeit

Der Abschuss wäre der zweite nach der neuen Wolfsverordnung. Erst im Juli wurde im Bezirk Liezen bei Gumpeneck erstmals ein Wolf zum Abschuss freigegeben und erlegt.

„Vermutung hat sich bewahrheitet“

Die 31 Schafe wurden Anfang August auf einer gut gesicherten Weide am Zirbitzkogel gerissen. Aufgrund des Rissbildes lag rasch der Verdacht nahe, dass ein oder mehrere Wölfe für den Angriff verantwortlich waren.

Nun liegt die DNA-Auswertung vor. Fritz Sperl, Leiter des Sicherheits- und Jagdreferats der BH Murau, bestätigt: „Die Vermutung hat sich bewahrheitet. Es ist festgestellt worden, dass es tatsächlich ein Wolfsriss ist, und zwar ein Wolf mit Abstammung aus Italien.“

Nun sollen weitere Untersuchungen klären, ob derselbe Wolf bereits an anderen Orten in der Steiermark, im benachbarten Bundesland oder auch in Italien Nutztiere gerissen hat.

Genmaterial wird abgeglichen

Das Genmaterial wird an der Veterinärmedizinischen Universität Wien detailliert untersucht und mit vorhandenen Proben abgeglichen. Gleichzeitig prüft ein Sachverständiger des Landes die Kadaver der Schafe und untersucht, ob der Wolf die vorhandenen Herdenschutzmaßnahmen – insbesondere die Zäune – mehrfach überwunden hat.

Diese Erkenntnisse sind entscheidend dafür, ob der Wolf als sogenannter Schadwolf eingestuft werden kann. „Wenn diese Dinge alle zutreffen, kann das schlussendlich dazu führen, dass er zum Abschuss freigegeben wird“, erklärt Sperl. Bis alle notwendigen Ergebnisse vorliegen, dürften allerdings noch einige Wochen vergehen.

Entscheidung im September erwartet

Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer betont, dass die zuständigen Stellen die Untersuchungen möglichst rasch vorantreiben. Damit sollen mögliche weitere Maßnahmen so schnell wie möglich eingeleitet werden können.

Mit den Ergebnissen der Untersuchungen wird im September gerechnet. Sollte der Wolf – wie zuletzt jener in Liezen – zum Abschuss freigegeben werden, würde die Freigabe für einen Radius von zehn Kilometern rund um die letzte Rissstelle und für einen Zeitraum von vier Wochen gelten.

Kontakt zum Autor

Paul Loibner

LANDWIRT Redaktion

Studierte Agrarwissenschaften und Naturraummanagement an der BOKU Wien. Nach verschiedenen Praktika und drei Almsommern als Senner ist er seit August 2020 Redakteur der Zeitschrift „Schafe&Ziegen aktuell“. Er wohnt mit seiner Familie in Studenzen, hält dort Kleinvieh und bewirtschaftet mit seinem Vater den elterlichen Betrieb mit Ackerbau und Forst in St. Martin im Sulmtal.

Haben Sie eine Frage zum Artikel, einen Hinweis oder einen Themenvorschlag?

Nachricht schreiben Alle Beiträge von Paul Loibner

Mehr zu Schaf

Alle Artikel zu Schaf

Kommentare

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte an.

Kommentar schreiben Konto erstellen

Anmelden, um diese Funktion zu nutzen.

Mit einem kostenlosen Konto können Sie diese Funktion nutzen und von jedem Gerät auf Ihr Benutzerkonto zugreifen.

oder

Ein Konto ist kostenlos. Für abo-pflichtige Artikel und LANDWIRT KI benötigen Sie zusätzlich ein Abo.

Nach oben