Bei dem getöteten Tier handelt es sich um einen männlichen Wolf, dessen Alter auf zwei bis drei Jahre geschätzt wird. Er wurde von Jägern im Umkreis von zehn Kilometern um Maria Alm geschossen, wieder Wolfsbeauftragte des Landes Salzburg, Hannes Üblagger erklärte. Der Kadaver wird nun vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) in Wien untersucht.
Mageninhalt wird untersucht
Im Rahmen der Analyse werden unter anderem der Mageninhalt, der Gesundheitszustand sowie die genetische Herkunft des Tieres überprüft. Zudem soll geklärt werden, ob der Wolf bereits zuvor in einer Datenbank registriert war. In den vergangenen Wochen kam es im Bundesland Salzburg vermehrt zu Schafrissen: Anfang Juli wurden im Hochköniggebiet (Pongau/Pinzgau) fünf tote Schafe im Bereich der Torsäule oberhalb von Werfen entdeckt. Kurz darauf wurden auch in Niedernsill (Pinzgau) vier tote Tiere gefunden. In beiden Fällen bestätigte ein DNA-Abgleich, dass ein Wolf für die Risse verantwortlich war.
Mehrere Risse in Salzburg
Ende Juli kam es dann erneut zu Vorfällen in Maria Alm, Werfen und Niedernsill. Auch hier weist das Rissbild laut Landes-Wolfsbeauftragtem deutlich auf einen Wolf hin. Die Ergebnisse der DNA-Analysen stehen jedoch noch aus. Angesichts der zeitlichen und geografischen Häufung der Risse geht Üblagger davon aus, dass mindestens zwei weitere Wölfe im Gebiet unterwegs sind, die als Schadwölfe eingestuft werden. Für diese Tiere gelten weiterhin Abschussverordnungen in den Regionen Werfen und Niedernsill. Die Verordnung für den Raum Maria Alm wurde hingegen mit dem erfolgreichen Abschuss des dort vermuteten Wolfes aufgehoben.
Kommentare