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Zahlen und Fakten zum Milchjahr 2025

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Mittlerweile ist die Zahl der Milchbauern in Österreich unter 21.000 gefallen.
Quelle: Vetta

Die Gesamtanlieferung ist 2025 mit 3,68 Mio. t in Österreich um 2,8 % gestiegen. Der Anteil von Bio-Milch in Österreich erreichte 18,1 % bzw. 633.600 t, der mit Abstand höchste Bio-Milchanteil in der EU. Daneben bestehen mit Heumilch, Bio-Wiesenmilch und Tierwohlmilch weitere hochwertige Milchsorten. Im Jänner 2026 lag die Mehranlieferung in Österreich um 6,3 % über dem Vorjahr.

Gefährlich für die österreichische Qualitätsstrategie ist der beschlossene Vorschlag der EU-Kommission zur Liberalisierung der Neuen Gentechnik. Ohne Zulassung und Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Produkten wären die Produktion gentechnikfreier Produkte bzw. der grundsätzlich gentechnikfreie Bio-Landbau massiv in Gefahr bzw. mit massiven Mehrkosten konfrontiert.

Hohe Anlieferung in der EU

Die EU verzeichnete 2025 2 % Mehranlieferung, wobei diese ab dem zweiten Halbjahr einsetzte und seitdem ungebrochen hoch ist. Dazu kommen höhere Inhaltstoffe, wodurch die effektive Mehranlieferung 2,8 % war.  Die hohen Mehranlieferungen in einzelnen Ländern mit bis über 10 % in einzelnen Monaten ab Ende 2025 führten zu massiven Preisverfällen und Verwerfungen auf den Milchmärkten. Die Gründe dafür liegen in der guten Futtergrundlage, den Spätfolgen der Blauzungenkrankheit in wichtigen Produktionsgebieten und den hohen Kosten, die zu höherer Produktion und Effizienz treiben. Im Jänner lag die Anlieferung in der EU um 5 % über dem Vorjahr.

Preisverfall seit Jahresende

Der durchschnittliche Auszahlungspreis erreichte 2025 63,58 Cent (2024 56,86 Cent) für Milch mit natürlichen Inhaltsstoffen inkl. USt. (+11,8 % zum Vorjahr). Für gentechnikfreie Qualitätsmilch (mit 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, ohne USt.) wurden durchschnittlich 54,04 Cent/kg erzielt (2024: 48,19 Cent/kg). Im Februar 2026 waren es 45,75 Cent/kg (Februar 2025: 53,12 Cent/kg). Die Erzeugerpreise lagen damit in Österreich 2025 im Durchschnitt über dem Vorjahr, sie legten zu Beginn 2025 zu, seit Ende 2025 sind sie stark gefallen.

Molkereiumsätze um 9 % gestiegen

Die Umsätze der heimischen Milchverarbeiter sind 2025 um insgesamt ca. 9 % auf 4,4 Mrd. € gestiegen, wobei Zuwächse sowohl im Inland als auch im Export zu verzeichnen waren. Die Anzahl der Milch verarbeitenden Unternehmen blieb 2025 mit 69 gleich, ebenfalls die Anzahl der Betriebsstätten mit 92. 2025 waren 5.900 Mitarbeiter (2024: 5.850) beschäftigt. Die Ertragslage der österreichischen Molkereien ist gemäß einer Auswertung des Raiffeisenverbandes OÖ mit einem Ergebnis vor Steuern von ca. 1 % bezogen auf den Umsatz weiterhin sehr knapp. Die knappe Ertragslage ist auch die Ursache für strukturelle Veränderungen in der Milchwirtschaft im Jahre 2025.

3,5 % weniger Milchbauern

Die Anzahl der Milchbauern verringerte sich 2025 um 3,5 % von 21.569 auf 20.811. Der Milchkuhbestand ist mit 536.200 (- 0,1 %) konstant geblieben, im Durchschnitt hielt jeder Landwirt 25,8 Kühe, international gesehen ein sehr kleiner Wert. Die durchschnittliche Milchlieferleistung der Kühe lag bei 6.853 kg, im internationalen Vergleich ein sehr moderater Wert, der die nachhaltige Produktion in Österreich dokumentiert.

Die durchschnittliche Anlieferung je Landwirt stieg von 166,1 t auf 176,9 t. Das durchschnittlich ausbezahlte Milchgeld je Landwirt (Umsatz aus Milchverkauf) lag mit 112.482 Euro incl. USt. um 19,1 % über dem Vorjahr. Diese Entwicklung war nach mehreren schwierigen Jahren notwendig, um die Kostensteigerungen auf den Höfen zu bewältigen.

Exporte und Importe gestiegen

Die österreichischen Milchexporte erreichten 2025 auf Basis der vorläufigen Zahlen der Statistik Austria mit 1,95 Mrd. Euro einen neuen Höchstwert. Bei den Importen gab es einen Zuwachs auf 1,32 Mrd. Euro (plus 12,4 % oder 150 Mio. Euro), was zu einem gestiegenen, positiven Außenhandelssaldo von 634 Mio. Euro (+ 4 %) führte.
Die Hälfte der Exporte geht nach Deutschland, gefolgt von Italien, Spanien, Griechenland und den Niederlanden, ähnlich verteilt liegen die Importe. Insgesamt exportiert die heimische Milchwirtschaft in über 100 Staaten.

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