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Nur mit Abo: Zeigerpflanzen: Was Waldpflanzen über Wasser wissen
Die wichtigsten Zeigerpflanzen zu kennen, hilft dabei, den Wald standortgerecht zu bewirtschaften. Die Bodenvegetation gibt unter anderem Auskunft über die Wasserversorgung, die für die Wahl der passenden Baumart mitentscheidend ist.
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Bereits ohne genaue Artenkenntnis kann man aus dem Erscheinungsbild von Pflanzen einiges ablesen. Als Faustregeln können dabei gelten: Je kleiner, schmäler und hartlaubiger die Blätter sind, umso anspruchsloser ist die Pflanze bezüglich ihrer Nährstoff- und Wasserversorgung. Pflanzen mit besonders weichlaubigen bzw. großen Blättern, die nach dem Pflücken rasch welken, weisen dagegen auf eine gute Wasserversorgung hin. Da jede Pflanzenart ein breites Spektrum von Standorten besiedelt, sollte man möglichst viele an einem Standort vorkommende Arten berücksichtigen, sodass sich aus dem Überlappungsbereich ihrer Vorkommen eine recht genaue Einordnung ergibt. Arten zu erkennen, ist heute übrigens so einfach wie nie, da es Hilfsmittel für das Smartphone gibt, die anhand von Fotos der Blüten und Blätter automatisiert bei der Pflanzenbestimmung helfen.
Boden als Wasserspeicher
Die Fähigkeit eines Bodens, Wasser zu speichern, ist vor allem davon abhängig, wie tief der Boden durchwurzelbar ist, wie viel Feinmaterial als Speicher zur Verfügung steht und welche Bodenart die Porengrößen bestimmt. Für die Beurteilung sind zwei Kenngrößen wesentlich. Die Wasserspeicherkapazität gibt an, wie viel Wasser nach anhaltenden Niederschlägen gegen die Schwerkraft im Boden gehalten werden kann („Schwammprinzip“). Wie oft und wie gut der Bodenspeicher aufgefüllt wird, bestimmen dann die Niederschläge. Es gilt: Je größer der Bodenspeicher, desto länger kann ein Waldbestand ohne Niederschläge auskommen. Jedoch bewirken warmes Klima und hohe Sonneneinstrahlung, dass Bäume mehr Wasser verbrauchen. Des Weiteren beeinflusst die Lage im Gelände den Wasserhaushalt insofern, als in Verlustlagen (Kuppen, Oberhänge) ein Teil des Wassers abfließt, während in Gewinnlagen (Mulden, Unterhänge) zusätzliches Wasser zur Verfügung steht oder gar ein Grundwasserkörper gebildet wird.
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